Facebook: Mobile macht 30 Prozent vom Werbeumsatz aus

Donnerstag, 02. Mai 2013
Daumen hoch: Facebook wächst kräftig - auch dank mobiler Werbung (Bild: Facebook)
Daumen hoch: Facebook wächst kräftig - auch dank mobiler Werbung (Bild: Facebook)


Dass der Börsengang von Facebook im vergangenen Jahr zunächst zum Desaster geriet, erklärten Beobachter nicht zuletzt mit dem Fehlen einer klar erkennbaren Mobil-Strategie des Unternehmens. Heute sieht das schon ganz anders aus: Bei einem Gesamtumsatz von rund 1,5 Milliarden Dollar verdiente Facebook im 1. Quartal des Jahres 2013 mit Werbung 1,25 Milliarden Dollar - 30 Prozent davon machen die Umsätze mit mobilen Anzeigen aus. Die Zahlen belegen, dass Facebook seine einstige Schwachstelle offenbar zu einem Wachstumstreiber umdrehen konnte. Insgesamt erwirtschaftete Facebook im Q1 1,46 Milliarden US-Dollar, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung von üppigen 38 Prozent bedeutet. Als Gewinn bleiben 219 Millionen Dollar hängen - auch das eine kräftige Steigerung von 58 Prozent. Besonders aufhorchen lässt eine zuletzt kritisch beäugte Größe: Mittlerweile holt Facebook 30 Prozent des gesamten Werbeumsatzes - dieser liegt bei 1,25 Milliarden Dollar - über mobile Werbung rein. Ob es dem Unternehmen gelingt, ein funktionierendes und ertragreiches Mobil-Geschäft aufzubauen, galt spätestens seit dem Börsengang als wichtigste Herausforderung für Facebook. Denn heutzutage greifen rund zwei Drittel der User von mobilen Endgeräten auf das Netzwerk zu (siehe Grafik unten).

CEO Mark Zuckerberg und sein Team befinden sich dabei offenbar auf einem guten Weg, wie die Zahlen zeigen. "Wir haben in den ersten Monaten des Jahres große Fortschritte gemacht", so Zuckerberg. Nicht zuletzt zahlreiche Innovationen im Mobil-Sektor haben dafür gesorgt. So stellte Facebook neue Werbemöglichkeiten für Unternehmen vor und führte neue Instrumente zur Erfolgsmessung vor. Und die Auswirkungen der neuen Mega-App "Facebook Home" auf den Werbeerfolg lassen sich jetzt noch gar nicht absehen. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Benutzeroberfläche Werbungtreibenden einen intensiveren Kontakt mit potenziellen Kundne ermöglicht und so das Buchungsverhalten noch einmal positiv verändert.

Die Innovationsgeschwindigkeit ist allerdings teuer erkauft: Facebooks Kosten und Ausgaben sind gegenüber dem Vorjahresquartal um 60 Prozent gestiegen, wofür das Unternehmen neben den neuen Produkten auch die erhöhte Mitarbeiterzahl verantwortlich macht. Doch nicht nur auf den Bürofluren bei Facebook, auch auf Nutzerebene ist das Gedrängel größer geworden: Mittlerweile tummeln sich 1,11 Milliarden monatlich aktive Nutzer auf der Seite. Das sind 23 Prozent mehr als Anfang 2012. ire

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