Facebook-Chefin Sheryl Sandberg: Soziale Werbung ist besser und sicher

Donnerstag, 08. Juli 2010
Facebook-COO Sheryl Sandberg
Facebook-COO Sheryl Sandberg
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Sheryl Sandberg Facebook Werbungtreibende Werbung Blogpost


Sind Werbungtreibende sozial in ihrem Verhalten? Das jedenfalls glaubt Sheryl Sandberg, Chief Operating Officer, des weltweiten Netzwerks. In einem Blogpost bei Facebook zeigt sie sich überzeugt, dass individuellere soziale Werbung die Art und Weise, wie die Menschen Facebook jeden Tag nutzen, ergänzt. Die Logik ist klar: Wenn, wie Sandberg meint, die "Personalisierung und Sozialisierung der Welt einen tiefgreifenden Einfluss auf unser Verhältnis zu den Menschen, Communities und Institutionen um uns herum hat", dann eben auch auf Marken und Werbung. Aus ihrer Sicht werden Marken schon allein durch die Empfehlungen unter Freunden dabei zu einem bedeutenden Teil des Social Graphs und der Online-Erfahrung.

Erst recht, wenn sie selbst dort werben: "Ein Werbeerlebnis, welches eine soziale Komponente enthält und den Verbraucher in den Mittelpunkt einer permanenten zweiseitigen Konversation stellt, ist sowohl für die Nutzer als auch für die Unternehmen besser." Unausgesprochen bleibt dabei der Vergleich. "Besser" dürfte in diesem Fall durchaus auch mit Blick auf klassische Display-Werbung formuliert sein.

Wohl auch angesichts der Kritik am Datenschutz auf der Plattform, widmet sich Sanderg, die das operative Geschäft samt Sales, Marketing, Business Development und Kommunikation betreut, auch ausführlich dem Datenschutz rund um die Werbung auf der Plattform. Diese würde so angeboten, versichert Sandberg, dass die Privatsphäre vollkommen geschützt sei.

Das ist auch mehr als nötig und wird angesichts der weitreichenden Möglichkeiten von vielen Nutzern mit Argwohn beobachtet. Immerhin lassen sich bei Facebook Anzeigen auf der Grundlage der in einem Profil genannten Vorlieben schalten. Das ist allerdings durchaus Standard in Social Networks. Das Ziel ist klar: zielgerichtetere Werbung und relevantere Anzeigen.

Sandberg nennt ein Beispiel: "Ein Kleinunternehmer, der Zelte verkauft, möchte eventuell Erwachsene im Alter von 18 bis 49 Jahre erreichen, die Camping oder Wandern mögen." Das ist machbar. Das Werbesystem zeige aber lediglich die Anzahl derjenigen an, auf die diese Kriterien zutreffen. Auch persönliche Daten und individuelle Profile würden dabei  "niemals" an Werbeanbieter weitergegeben. Sandberg: "Die einzige Information, die wir an die Werbetreibenden übermitteln, sind zusammengefasste und anonyme Daten, damit diese wissen, wie viele Nutzer ihre Werbeanzeige gesehen haben, und allgemeine Informationen über diese Nutzer." ork
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