Facebook-Boom flaut leicht ab

Freitag, 09. Juli 2010
Neue Mitglieder: In den USA verzeichnet Facebook nur noch ein mageres Plus von 0,25 Prozent
Neue Mitglieder: In den USA verzeichnet Facebook nur noch ein mageres Plus von 0,25 Prozent

Zufall, normaler Effekt in gesättigten Märkten oder Folge der Datenschutz-Probleme? Was auch immer die Ursache ist – Fakt ist: Das Wachstum des beliebtesten Social Networks Facebook flacht ab, zumindest in den USA, Kanada und Großbritannien. Das berichten der Statistikdienstleister Facebakers und Inside Facebook. Im Juni haben sich in den USA, mit rund 126 Millionen registrierte Mitglieder die größte Facebook-Gemeinde, gerade einmal 320.000 neue Nutzer angemeldet. Im Vormonat waren es satte 7,8 Millionen. Zeitgleich verlor Facebook einige Hunderttausend aktive Nutzer der Altersgruppe 18 bis 44 Jahre. "Jammern auf hohem Niveau" kommentiert Spiegel Online diese Zahlen, denn im Hinblick auf insgesamt über 125 Millionen aktive Nutzer in den USA ist das nicht viel.

In Kanada (minus 3,5 Prozent), Australien (minus 3,2 Prozent) und Großbritannien (minus 2,3 Prozent) ist die Nutzerzahl im vergangenen Monat ebenfalls leicht gesunken. Insgesamt muss Facebook in 36 von 187 Staaten einen Rückgang hinnehmen.

Die Statistiker von Inside Facebook zeigen sich besorgt: "In den Jahren, seitdem wir die demographischen Daten beobachten, haben wir noch nie einen solchen Abfall gesehen, daher glauben wir eher an eine grundlegende Ursache."

Im Hinblick auf die Mitgliederzahlen liegen die USA weiterhin unangefochten an der Spitze, gefolgt von Großbritannien (26,5 Millionen Nutzer) und Indonesien mit rund 25,9 Millionen Nutzern (plus 4,6 Prozent). Deutschland liegt auf dem 14. Rang mit 9,9 Millionen Nutzern (plus 4,1 Prozent). jm
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