Facebook: Autohersteller und FMCGs kommunizieren am meisten mit ihren Fans

Montag, 05. November 2012
Zucker und Pilot habe die Facebook-Profile von 150 Firmen analysiert
Zucker und Pilot habe die Facebook-Profile von 150 Firmen analysiert


Marken bauen ihre Facebook-Reichweite aus, die Bereitschaft der User zur Interaktion nimmt jedoch ab. Zu diesem Ergebnis kommt der
Trendreport 2012 der Agenturen Zucker.Kommunikation und Pilot. Sie haben die Facebook-Profile der 150 Top-TV-Werbespender (ohne Medienunternehmen) aus dem 1.Quartal dieses Jahres analysiert. Danach haben Automobilkonzerne und FMCG-Hersteller die höchste durchschnittliche Interaktionsrate. Telekommunikationsdienstleister interagieren mit ihren Fans am wenigsten. Der Trendreport stellt insgesamt sinkende Interaktionsraten fest. 2012 interagieren im Schnitt 0,6 Prozent der Fans der untersuchten Werbungtreibenden mit deren Marken auf der Facebook-Wall. Im vergangenen Jahr waren es noch 1,5 Prozent, 2010 gar 4,3 Prozent. Es besteht allerdings ein negativer Zusammenhang zwischen Interaktion und Fanzahl. Während Marken ihre Facebook-Reichweite erhöhen, nimmt die Interaktions-Bereitschaft der User ab. Die Fanzahlen der untersuchten Facebook-Seiten verfünffachten sich seit 2011 auf durchschnittlich 126.084 Fans. Zucker.Kommunikation-Chef Matthias Bonjer beruhigt: "Die Interaktion bildet nur einen KPI von mehreren ab. Der Austausch kann, muss aber nicht im Vordergrund stehen."

Im Rahmen ihres Trendreport analysierten die Agenturen letztlich 84 offizielle deutschsprachige Facebook-Profile. In einer ergänzenden Konsumentenbefragung wurden Facebook-Nutzer zu ihren Einstellungen zu Marken auf Facebook befragt. Der Großteil der Marken tritt als dialogorientierte "Friend Brand" auf. Die Befragten äußern vor allem den Wunsch nach Informationen (84 Prozent), gefolgt von Gewinnspielen (65) und Unterhaltung (42). Die Zahl der Sender-Marken, die Fans einseitig mit Informationen versorgen, nimmt zu. Im Ergebnis wird es laut der Studie künftig für Marken wichtig sein, ihre Sichtbarkeit trotz sinkender Interaktionsraten auszubauen. Außer gezielter Fan-Aktivierung werde Werbung als unterstützendes Element bedeutsamer. fo

Marken und Fans interagieren im Schnitt immer weniger
Marken und Fans interagieren im Schnitt immer weniger
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