FTD-Chef Steffen Klusmann: "Ich schließe nichts mehr aus"

Donnerstag, 29. März 2012
Steffen Klusmann, Chefredakteur FTD
Steffen Klusmann, Chefredakteur FTD

Steffen Klusmann bereitet die "Financial Times Deutschland" auf papierlose Tage vor: Im HORIZONT-Interview antwortet der Chefredakteur der "FTD" auf die Frage, ob eine wöchentliche Printausgabe flankiert von Online-News und mobilen Nachrichten denkbar wäre: "Ich schließe nichts mehr aus - zumindest nicht auf längere Sicht. Am Wochenende eine gedruckte Zeitung, an den Werktagen tägliche Tablet-Ausgaben - klingt fast nach einem Plan." Trotz aller Liebe zu Print wachse derzeit eine Generation heran, die gar nicht mehr wisse, was ein Zeitungskiosk ist, so Klusmann. Noch sei die "FTD" im Kern eine gedruckte Zeitung - auf die Zeit, in der sie nur noch elektronisch erscheint, will der Chefredakteur schon heute eingestellt sein.

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Eine Maßnahme dafür ist die Einführung eines neuen Redaktionssystems, das es den Journalisten ermöglicht, einen Artikel einmal zu produzieren und mit wenigen Klicks über alle Kanäle auszuspielen. Die "FTD", die bereits seit drei Jahren aus einer Zentralredaktion der Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien bestückt wird, will so die Arbeitsabläufe weiter vereinfachen. Und sie entspreche damit einem neuen Selbstverständnis der Mitarbeiter: "Viele erstklassige Journalisten bewerben sich mittlerweile bei uns, weil sie es attraktiv finden, für unterschiedliche Formate arbeiten zu können, ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen." son

Das vollständige Interview lesen Sie im Report Wirtschafts- und Entscheidermedien I, HORIZONT 13/2012.
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