FT-Studie: Europas Wirtschaftselite vertraut auf Zeitungen

Freitag, 17. Oktober 2008

Zeitungen sind nach wie vor die bevorzugte Informationsquelle der europäischen Führungskräfte. 44,3 Prozent von ihnen gaben an, Print sei die "verlässlichste Quelle" für Wirtschaftsnachrichten. Auf Platz 2 folgt abgeschlagen das Internet mit 22,9 Prozent. Das sind Ergebnisse aus der Studie "Business Elite 2008", die das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag unter anderem der "Financial Times" (FT) durchgeführt hat. Auch beim Thema "Internationale Nachrichten" vertrauen Entscheider auf Print: 32,5 Prozent von ihnen halten Zeitungen für vertrauenswürdig, das sind 3,6 Prozent mehr als bei der letzten Studie im Jahr 2006. Die reichweitenstärksten internationalen Titel sind die "Financial Times", die von 14,3 Prozent der Befragten gelesen wird, "The Economist" (12,3 Prozent) und "National Geographic" (9,3 Prozent). Meistgelesene deutsche Printtitel sind "Der Spiegel" mit 48,5 Prozent Reichweite, das "Handelsblatt" (44,5 Prozent) und der "Focus" (42,1 Prozent).

Die Top-Websites bei deutschen Entscheidern sind Faz.net (22,5 Prozent Reichweite), Ftd.de (14,3 Prozent) und Boersen-zeitung.com (5,9 Prozent).

"Die Internetnutzung ist gestiegen, aber Print ist nach wie vor eine wichtige Quelle für Entscheider, um eine globale Perspektive auf Informationen zu bekommen", erklärt Anita Hague, Director of Global Research bei der FT. "Zudem beobachten wir ein gestiegenes Qualitätsbewusstsein, was ebenfalls den Zeitungen zugute kommt".

Für die Studie wurde eine Stichprobe (über 7000) aus 457.990 Entscheidern in 61.000 Unternehmen befragt. Die Umfrage, die zuvor unter dem Namen "EBRS" geführt wurde, wird ab 2008 jährlich veröffentlicht. np

Meist gelesen
stats