"FR": Insolvenzverwalter glaubt an eine Zukunft nach Januar

Montag, 07. Januar 2013
Bis Monatsende läuft die Investorensuche bei der "FR" weiter
Bis Monatsende läuft die Investorensuche bei der "FR" weiter


Die Verhandlungen um die von der Insolvenz bedrohten "Frankfurter Rundschau" laufen weiter auf Hochtouren - und wohl auch nicht allzu schlecht. Nach Informationen von Horizont.net ist Insolvenzverwalter Frank Schmitt zuversichtlich, bis Monatsende eine Lösung für die Traditionszeitung zu finden.
In diesem Fall hätte sich die im Dezember gewährte Gnadenfrist gelohnt. Vor knapp einem Monat hatte sich Schmitt gemeinsam mit den "FR"-Gesellschaftern, der Mediengruppe M. DuMont Schauberg und der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), dazu entschlossen, ein weiteres Mal Geld in das seit langem defizitäre Blatt zu stecken, um den Geschäftsbetrieb zumindest bis Ende Januar aufrechtzuerhalten. Sowohl "Süddeutsche Zeitung" als auch "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sollen in dieser Zeit ihr Interesse an einer kompletten oder stückweisen Übernahme der "FR" bekundet haben. Wie aus Verlagskreisen zu hören war, seien bereits Gespräche mit dem Insolvenzverwalter geführt worden.

Mitte November vergangenen Jahres hatte sich das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main den massiven Umsatzverlusten im Anzeigen- und Druckgeschäft geschlagen gegeben und Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Seitdem verhandelt Schmitt nicht nur unter Hochdruck mit potenziellen Investoren, auch die Bevölkerung sprang  für das Traditionsblatt in die Bresche. Innerhalb weniger Tage wurden im Dezember mehr als 1700 Solidaritäts-Abonnements der Zeitung bestellt, zusätzlich zu Soli-Abos der FR-App und zahlreichen Solidaritäts-Anzeigen im Blatt und online. kl
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