FR-Beteiligung: FDP wift SPD Gewinn auf Kosten der Mitarbeiter vor

Montag, 19. November 2012
Die "Frankfurter Rundschau" hat Insolvenz angemeldet
Die "Frankfurter Rundschau" hat Insolvenz angemeldet
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Die Insolvenz der "Frankfurter Rundschau" droht zur politischen Schlammschlacht zu werden: Via "Focus" hat der Generalsekretär der FDP Patrick Döring scharfe Kritik am Finazgebaren der SPD-Medienholding DDVG geübt, die mit 40 Prozent an der "FR" beteiligt ist. "Es drängt sich der Verdacht auf, dass die SPD mindestens 31 Millionen Euro Gewinn beim Verkauf der 'Frankfurter Rundschau' gemacht hat. Damit hat sie ihre Parteifinanzen ordentlich auf dem Rücken der Belegschaft aufgebessert", so FDP-Generalsekretär Döring gegenüber dem Nachrichtenmagazin. Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft hatte im Jahre 2004 90 Prozent der Anteile des "FR"-Herausgebers Druck- und Verlagshaus Frankfurt erworben. Zwei Jahre später übernahm das Medienhaus M. DuMont Schauberg die Mehrheit an der "FR", die DDVG blieb Miteigentümerin.

Seitdem hat sich die SPD-Medienholding auch stets an den Hilfsmaßnahmen für die defizitäre Tageszeitung beteiligt. 2010 trugen die finanziellen Aufwendungen für die "FR" sogar mit dazu bei, dass die DDVG in die roten Zahlen rutschte. Nach jetzigem Stand wird die DDVG keine weiteren Mittel zur Rettung der "FR" zur Verfügung stellen. ire
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