FCC dereguliert US-Medienmarkt

Dienstag, 03. Juni 2003

Die Regulierungsbehörde für Medien und Telekommunikation, die Federal Communications Commission (FCC), hat den Weg für Übernahmen und Fusionen im US-amerikanischen Medienmarkt freigemacht. In Zukunft darf ein Unternehmen 45 Prozent statt wie bisher 35 Prozent der Fernsehhaushalte erreichen. Zudem ist es Unternehmen gestattet, auf demselben Markt eine Zeitung und eine Fernsehstation und auf lokalen und regionalen Märkten bis zu drei TV-Stationen zu besitzen. Übernahmen zwischen den vier größten TV-Sendern, nämlich ABC, CBS, NBC und Fox werden jedoch nach wie vor untersagt.

Als Grund dafür gab FCC-Chef Michael Powell an, die wirtschaftliche Basis der kostenfrei ausgestrahlten Radio- und Fernsehangebote zu stärken. Von der Lockerung der Gesetze dürften vor allem die großen Konzerne wie die News Corporation mit den Sendern Fox und Fox News, Viacom mit CBS, General Electric mit NBC, Disney mit ABC und Time-Warner mit WB Network profitieren. Gemeinsam erreichen sie 75 Prozent aller US-amerikanischen TV-Haushalte. Die Gesetzesänderung stieß in den USA auf scharfe Kritik. Zahlreiche Bürgerrechtsorganisationen befürchten eine weitere Medienkonzentration und damit eine Gefahr für die Meinungsvielfalt.ra
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