FAZ steigert Umsatz und macht wieder Gewinn

Dienstag, 07. Juni 2011
FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan kann für 2010 gute Zahlen verkünden
FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan kann für 2010 gute Zahlen verkünden


Im Interview mit HORIZONT hatte Geschäftsführer Tobias Trevisan die Rückkehr in die Gewinnzone bereits im Februar angekündigt, nun hat die FAZ-Gruppe die Zahlen für 2010 offiziell vorgelegt: Sowohl die Werbe- als auch die Vertriebserlöse stiegen im vergangenen Jahr wieder und bescherten der FAZ GmbH einen Jahresüberschuss von 4,8 Millionen Euro. Auch für das laufende Jahr rechnet der Frankfurter Verlag mit einer weiteren Verbesserung des Ergebnisses. Im insgesamt schrumpfenden Markt für Zeitungen habe die FAZ Marktanteile gewonnen, sagt Tobias Trevisan, Sprecher der Geschäftsführung der FAZ am Montag auf der Gesellschafterversammlung. Vor allem die Neuausrichtung der Vermarktung und und eine konsequente Preispolitik habe zu dem guten Ergebnis begetragen.

Der Umsatz der FAZ GmbH stieg um 7,5 Prozent auf 271,4 Millionen Euro, durch niedrigere Papierpreise und geringere Personalkosten blieb unter dem Strich ein Jahresüberschuss von 4,8 Millionen Euro hängen. Im Vorjahr hatte die FAZ noch fast 20 Millionen Euro Verlust gemacht. Die verkaufte Auflage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sank um 1,1 Prozent auf 364.982 Exemplare. Damit fiel der Rückgang geringer aus als der Branchenschnitt. Die Auflage der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" stieg um 1,9 Prozent auf 351.666 Exemplare. Gut entwickeln sich auch die Online-Angebote der FAZ: Die Umsätze von FAZ.net und des Jobportals FAZjob.net stiegen jeweils um mehr als ein Fünftel.

Auch die FAZ-Verlagsgruppe meldet gute Zahlen: Die Bilanzsumme stieg leicht auf 394,4 Millionen Euro, der Jahresüberschuss lag bei 7,6 Millionen Euro. Zur FAZ-Gruppe gehören die Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft in Potsdam mit der "Märkischen Allgemeinen Zeitung", der Logistik- und Zustelldienstleister Medienservice KG sowie die Veranstaltungs- und Beratungsunternehmen FAZ-Institut und Financial Gates. dh
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