FAZ steigert Gewinn 2011 auf 19,3 Millionen Euro

Mittwoch, 13. Juni 2012
FAZ-Chef Tobias Trevisan will neue Geschäftsfelder erschließen
FAZ-Chef Tobias Trevisan will neue Geschäftsfelder erschließen


Die FAZ GmbH konnte Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2011 weiter steigern. Der Überschuss wurde allerdings durch den Verkauf der Anteile an der "Märkischen Allgemeinen" aufgehübscht. Um trotz eines tendenziell rückläufigen  Kerngeschäfts weiteres Wachstum zu generieren, will der Verlag in das Weiterbildungsgeschäft einsteigen. Insgesamt erzielte der Verlag im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 276,5 Millionen Euro - ein Plus von 1,9 Prozent. Sorgen bereitet dem Verlag nach wie vor das volatile Anzeigengeschäft - vor allem im Stellenbereich konnte sich auch die "FAZ" dem allgemeinen Abwärtstrend nicht entziehen. Durch Preiserhöhungen blieben die Anzeigenerlöse insgesamt aber "nahezu stabil", teilt die "FAZ" in ihrer heutigen Ausgabe mit. Die Vertriebserlöse von "FAZ" und der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" stiegen.

Bei der Auflagenentwicklung verzeichnete die "Frankfurter Allgemeine" einen leichten Rückgang von 1,1 Prozent, während die Auflage der "FAS" weiter steigt. Zum Jahreswechsel überstieg die Auflage 360.000 Stück. Um die Auflage der "FAZ" zu stabilisieren und den Verkauf der "FAS" weiter anzukurbeln, will der Verlag seine Marketingsaktivitäten intenssivieren. Für weiteres Wachstum soll zudem die Erschließung neuer Geschäftsfelder sorgen: "Neben den Zeitungen und den digitalen Produkten haben wir uns entschieden, in das Weiterbildungsgeschäft einzusteigen", kündigte FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan am Dienstag bei der Gesellschafterversammlung mit.

Unter dem Strich verzeichnete die FAZ 2011 einen Gewinn in Höhe von 19,3 Millionen Euro (2010: 4,8 Mio.) - der allerdings durch den Verkauf der Beteiligung an der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft in Potsdam in die Höhe getrieben wurde. Der Umsatz der Verlagsgruppe stieg auf 421,4 Millionen Euro, der Überschuss auf 35,8 Millionen. Während die Beratungs- und Dienstleistungstochter FAZ-Institut Umsatz und Ertrag steigern konnteen, belateten die gestiegenen Papierkosten und der Anzeigenrückgang im zweiten Halbjahr das Ergebnis.

Für das laufende Geschäftsjahr und 2013 rechnet die FAZ durch die Euro-Schuldenkrise und die konjunkturelle Unsicherheit weiterhin mit einem volatilen Anzeigengeschäft. Der Verlag hat daher weitere Sparmaßnahmen eingeleitet. dh
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