"FAZ" muss Verlust im zweistelligen Millionenbereich verkraften

Montag, 03. Dezember 2012
Die "FAZ" soll 2012 mit einem Minus im zweistelligen Bereich abschließen
Die "FAZ" soll 2012 mit einem Minus im zweistelligen Bereich abschließen

Die Einschläge häufen sich. Offenbar muss die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) zum Jahresende ein Defizit im zweistelligen Millionenbereich verkraften. Laut einem Medienbericht fährt der Titel in diesem Jahr einen Verlust zwischen zehn und 20 Millionen Euro ein. Wie Medenexperte Kai-Hinrich Renner im "Hamburger Abendblatt" berichtet, ist ein drastischer Einbruch im Stellenmarkt der Grund für das Minus bei der "FAZ". Er befinde sich bereits jetzt auf einem Niveau, mit dem das Haus erst in fünf Jahren gerechnet habe. Stellenstreichungen schließt Geschäftsführer Tobias Trevisan momentan allerdings aus. Da in den zurückliegenden Jahren ausreichend Rücklagen gebildet worden seien, könne der Verlust auf diesem Wege kompensiert werden.

Bereits im 1. Halbjahr 2012 mussten sowohl regionale als auch überregionale Verlage nach einer Erhebung von S+H Medienstatistik ein drastisches Minus bei den Jobanzeigen verkraften. So hat sich der Umfang der Stellenanzeigen in überregionalen Tageszeitungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,5 Prozent reduziert. Bei der „FAZ" ging das Volumen der Stellenanzeigen nach den Zahlen des Forschungsunternehmens allein bis Juni um rund 30 Prozent zurück. kl
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