FAZ-Verlagsgruppe auf Erholungskurs

Freitag, 03. Juni 2005
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Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sieht sich auf Erholungskurs. Die Anzeigen- und Vertriebserlöse sind in den ersten fünf Monaten des Jahres weiter gestiegen. Aus heutiger Sicht werde die F.A.Z.-Verlagsgruppe den im Geschäftsjahr 2004 erzielten operativen Gewinn übertreffen können, heißt es. Sofern sich die konjunkturelle Lage in Deutschland nicht verschlechtere, dürften in diesem Jahr Umsatz und Ergebnis nochmals steigen. Dabei profitiere das Blatt von der leichten Aufwärtsentwicklung in dem wichtigen Anzeigensegment für Fach- und Führungskräfte. Durch die Zahlungsüberschüsse aus dem laufenden Geschäft habe sich die finanzielle Lage des Konzerns weiter verbessert. 2004 sind die Umsatzerlöse der FAZ-Verlagsgruppe um 1,6 Prozent auf 465,5 Millionen Euro gestiegen.

Durch höhere Erlöse und niedrigere Kosten hat die FAZ nach drei vorangegangenen Jahren mit Umsatzrückgängen und Verlusten das Jahr 2004 wieder mit einem positiven Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 10,9 Millionen Euro abgeschlossen, im Konzern liegt das entsprechende Ergebnis noch deutlich höher. Dennoch weise der FAZ-Konzern für das Geschäftsjahr 2004 einen Jahresfehlbetrag von 30 Millionen Euro aus, verglichen mit 15,8 Millionen Euro aus dem Vorjahr. Dieser Jahresfehlbetrag resultiert aus der Bildung einer Rückstellung bei der FAZ GmbH im Zusammenhang mit einem Finanzgerichtsverfahren, das seine wirtschaftliche Ursache in der Übernahme von Verlagen im Zuge der deutschen Wiedervereinigung hat.

Die Gesellschafterversammlung wählte Michael Hoffmann-Becking und Ludwig Georg Braun, Melsungen, als weitere Mitglieder in den Aufsichtsrat, beide sind bereits Kuratoren der FAZIT-Stiftung, der Mehrheitsgesellschafterin der "FAZ". Außerdem wurde Wolfgang Bernhardt vom 1. Januar 2006 an in den Aufsichtsrat gewählt, dann wird er den Vorsitz der Geschäftsführung der FAZ-Gruppe abgeben und Tobias Trevisan neuer Sprecher der Geschäftsführung werden. Nr
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