FAZ: Rigoroses Sparprogramm für 2009

Mittwoch, 19. November 2008
Auch die FAZ muss sparen
Auch die FAZ muss sparen

Nach der „Süddeutschen Zeitung" tritt nun auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" auf die Kostenbremse. Nach HORIZONT.NET-Informationen hat die Geschäftsleitung ein Kostensenkungsprogramm in Höhe von 10 Prozent beschlossen, der Betriebsrat und die Mitarbeiter wurden in dieser Woche informiert. HORIZONT.NET gegenüber wollte Unternehmenssprecher Josef Krieg die Höhe der Einssparungen nicht bestätigen. Zwar habe man aus kaufmännischer Sicht Vorsichtsmaßnahmen ergreifen müssen, „mit dem Rasenmäher" wolle man aber nicht vorgehen.

Ob die 10 Prozent ausreichen, ist unsicher. So wurde dem Betriebsrat nach HORIZONT.NET-Informationen signalisiert, dass weitere Schritte nötig würden, sollte sich das Anzeigengeschäft noch schlechter als erwartet entwickeln. Vor allem die Finanz- und die Automobilbranche machen den deutschen Tageszeitungen derzeit schwer zu schaffen.

Noch sind betriebsbedingte Kündigungen kein Thema. Frei werdende Stellen dürften allerdings derzeit nicht besetzt werden. Wie heute bekannt wurde, wechselt der langjährige Wirtschaftsredakteur Christoph Noack als Pressesprecher zu Air Berlin. Sprecher Krieg gibt zumindest teilweise Entwarnung: „Wir lassen uns von der Krise nicht verrückt machen und sind gut aufgestellt. Wir werden nichts tun, was der Qualität der FAZ schaden könnte." js
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