FAZ-Chef Tobias Trevisan im Interview: "Der Verlag ist kerngesund"

Donnerstag, 17. Februar 2011
Verzeichnet Plus im Werbegeschäft: Tobias Trevisa, Sprecher der Geschäftsführung der FAZ
Verzeichnet Plus im Werbegeschäft: Tobias Trevisa, Sprecher der Geschäftsführung der FAZ


Der FAZ ist die Rückkehr in die Gewinnzone geglückt. Nach einem Verlust von 20 Millionen Euro 2009 schrieb der Verlag im vergangenen Jahr einen Gewinn im mittleren einstelligen Millionenbereich. Im Interview äußert sich Tobias Trevisan, Sprecher der Geschäftsführung, auch zu seiner Online-Strategie und attackiert - ohne den Namen des Wettbewerbers zu nennen - die Politik von "Welt" und "Welt am Sonntag".  Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen ist der FAZ dabei vor allem durch steigende Erlöse gelungen, und nicht durch Sparmaßnahmen, wie Trevisan betont: "Das Erfreuliche an 2010 war, dass die Ergebnisverbesserung in erster Linie aus steigenden Vertriebs- und Anzeigenerlösen resultiert. Im Werbegeschäft konnten wir gegen den Markttrend kräftig zulegen; wir haben signifikant Marktanteile gewonnen." Um für künftige Werbekrisen besser gewappnet zu sein, will der Manager die Abhängigkeit der "FAZ" vom Stellenmarkt, früher der wichtigste Umsatzbringer der "FAZ", weiter senken und neue Geschäftsfelder weiter ausbauen.

Mit der Preispolitik einiger Wettbewerber geht Trevisan hart ins Gericht - natürlich ohne konkrete Namen zu nennen: "Sorge bereitet uns, dass ein paar schwache Titel den Markt mit Dumpingangeboten verunsichern und damit der Basis eines einträglichen Geschäfts schaden. Wir sind glücklicherweise in der komfortablen Lage, dass wir mit der "FAZ" und der "FAS" zwei starke Titel haben und weder auf auflagestützende Billigexemplare im Kompaktformat noch auf Tiefpreisaktionen zurückgreifen müssen."

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Das komplette Interview mit Tobias Trevisan lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 7/2011 vom 17. Februar.

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Auch zu der aktuellen Diskussion um Apple nimmt Trevisan Stellung: "Es führt nun mal kein Weg daran vorbei, dass Apple zurzeit in der Position des Stärkeren ist, und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass einzelne Verlage oder Verbände irgendetwas diktieren können." Die "FAZ" will noch im Februar eine eigene App auf Basis eines E-Papers starten. Voraussichtlich im März soll dann die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" mit einer "detulich aufwenidiger gestalteten" App folgen. js
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