FAZ-Aufsichtsrat: Medieninhalte sollen auch im Netz Geld kosten

Montag, 11. Juni 2001

Tageszeitungen sollten ihre Inhalte nach Ansicht von Hans-Wolfgang Pfeifer, Aufsichtsratsvorsitzender der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), im Internet nur gegen Gebühren anbieten. "Intellektuelle Leistungen dürfen nicht verschenkt werden", sagt er.

Pfeifer wäre es am liebsten, wenn auch das Internetangebot Faz.net (Multimedia-Agentur: Kiefer Cross Media, Frankfurt), das seit Januar 2001 online ist, bereits kostenpflichtig wäre. Derzeit sind die Nachrichten der "FAZ"- Onlineredaktion unter der Rubrik Uptoday für jedermann frei zugänglich, der elektronische Zugriff auf die Artikel der Printausgabe bleibt den Abonnenten vorbehalten.

Noch ist die Entscheidung, das Internetangebot Faz.net gebührenpflichtig zu machen, nicht gefallen, aber laut Pfeifer "gibt es Gespräche darüber, was man unentgeltlich anbieten kann und was nicht". Beispiele für Gebührenmodelle gäbe es nach Pfeifers Ansicht viele. "Man könnte beispielsweise Abonnenmentsgebühren wie bei unserem Recherchedienst verlangen", nennt er eine Variante. Auf wenig Wohlgefallen dürften die Äußerungen von Pfeifer bei Geschäftsführer Edmund J. Keferstein stoßen, der unter anderem für die Multimedia-Strategie des Hauses verantwortlich zeichnet und das Internetangebot Faz.net in der aktuellen Form auf den Weg gebracht hat.
Meist gelesen
stats