FAW: Plakat gewinnt, wenn andere verlieren

Mittwoch, 01. Februar 2012
Nah am Verbraucher: Esprit-Plakat in Oberhausen
Nah am Verbraucher: Esprit-Plakat in Oberhausen

Ein zweistelliges Plus von 11,5 Prozent, Bruttowerbespendings von über einer Milliarde Euro, steigender Marktanteil: Der Klassiker unter den Out-of-Home-Medien, das Plakat, kann zufrieden sein mit dem Jahr 2011. Für Jochen Gutzeit, Geschäftsführer des Fachverbands Außenwerbung (FAW), weist der aktuelle Werbetrend des Medienforschungsunternehmens Nielsen auf einen generellen "Mediashift" hin, von dem auch seine Gattung profititert. "Die Mediastrategien der Werbungtreibenden folgen den Lebens- und Mediengewohnheiten der Verbraucher, und die weisen klar in Richtung ,Out of Home'", so Gutzeit weiter. Die  Digitalisierung bringe neue Möglichkeiten der Konsumentenansprache mit sich, außerdem habe Plakat durch "Poster to Mobile" eine Brückenfunktion zum Internet übernommen, die in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen werde. Schon jetzt sei eine zunehmende Umschichtung der Werbegelder zugunsten crossmedialer Alternativen erkennbar. "Die lange Zeit festgeschriebenen Kategorien von Gewinner und Verlierer werden somit neu definiert", schreibt der FAW weiter.

Auf unübersehbare Präsenz in deutschen Städten setzt unter anderem das Mode-Label Esprit. Die Werbeausgaben für Plakat kletterten hier im Jahr 2011 von weniger als einer auf über 14 Millionen Euro. Auch die Mobilfunkmarke Base, die Autohersteller Opel und Ford oder die TV-Sender RTL und Sky haben laut FAW ihre Ausgaben für die Gattung im vergangenen Jahr mindestens verdoppelt. kl
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