Expertencheck: Nachrichten.de wird kein Google-Killer

Donnerstag, 15. Oktober 2009
Screenshot des Newsportals Nachrichten.de
Screenshot des Newsportals Nachrichten.de

Das Geschäftsmodell ist eine Bank, der Algorithmus zeigt zum Teil erhebliche Mängel. Zu diesem Urteil kommen mehrere Internetexperten, die Nachrichten.de - das Newsportal von Tomorrow Focus - im Auftrag von HORIZONT.NET analysiert haben. "Nachrichten.de ist ein politisches Statement", sagt Joel Berger, Deutschlandchef von Myspace. Es schließe die "angenommene Gerechtigkeitslücke", für die Google von den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen verantwortlich gemacht wird. Die Plattform beteiligt die Nachrichtenquellen nämlich mit einem Revenue-Share-Modell an den Werbeerlösen.

Lob gibt es auch bezüglich der nutzerfreundlichen Optik. Peter Trzka, Leiter N24 Multimedia, redet sogar von einem "Quantensprung", den Nachrichten.de vor Google News liege. Dass der Newsaggregator dem Platzhirschen Google News allerdings ernsthaft Konkurrenz machen kann - daran zweifeln die befragten Experten sehr. "Google ist das Synonym für Suche - auch bei Nachrichten", sagt Sven Scheffler, Chefredakteur Handelsblatt.com.

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Eine detaillierte Bewertung der Experten finden Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 42/2009, die am 15. Oktober erscheint.

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Lesen Sie auf den folgenden Seiten, wie Sven Scheffler (Handelsblatt.com), Joel Berger (Myspace), Peter Trzka (N24), Arno Schäfer (Mediacom Interaction), Monika Ganster (FAZ.NET), Christian Kohn (Zed Digital) und Axel Schmiegelow (Sevenload) die automatisierte Newsplattform bewerten.


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Sven Scheffler, Chefredakteur Handelsblatt.com, Düsseldorf

Wie bewerten Sie die Nutzerfreundlichkeit? Die Optik finde ich doch recht altbacken aber übersichtlich. Mich persönlich spricht das nicht an.

Wie hoch bewerten Sie langfristig das Reichweitenpotenzial? Die Idee ist durchaus bestechend. Aber ich verstehe den Mehrwert gegenüber Google News nicht. Sprich, wenn ich ich nicht direkt eine Nachrichtenquelle ansteuere, mache ich das über Google oder Goolge News. Das Reichweitenpotenzial von Nachrichten.de ist wegen dieser Konkurrenz beschränkt.

Wie stark sehen sie das Potenzial im Werbemarkt? Dito: Ein Aggregationsportal zielt nicht auf Markenwerbung, sondern auf Performance Marketing. Das ist 1:1 von der Reichweite abhängig. Kommt die nicht auf Flughöhe, sind die Aussichten begrenzt.

Tomorrow Focus beteiligt die Verlage bzw. die Nachrichtenquellen mit einem Revenue-Share-Modell an den Erlösen. Wie beurteilen Sie das Geschäftsmodell? Das Modell ist hochinteressant - weil der Verteiler der Nachrichten (sozusagen der Online-Kiosk) seine Werbeerlöse mit dem Erzeuger der Nachricht teilt. Wenn das bei anderen Aggregationsportalen und auch bei Google Schule macht, wird daraus ein Schuh.

Kann sich Nachrichten.de als ernstzunehmender Konkurrent zu Google News etablieren?
Die Chancen dafür sehe ich als gering an. Google ist Synonym für Suche - auch bei Nachrichten. Dafür müsste Nachrichten.de mehr anbieten, als derzeit.

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Joel Berger, Deutschland-Chef Myspace, Berlin

Wie bewerten Sie die Nutzerfreundlichkeit? Der Name des Portals läßt bereits erkennen, daß es sich bei Nachrichten.de nicht um die neue Speerspitze des politisch-gesellschaftlichen Diskurses handelt, sondern um eine schmucklose Durchleitung von Neuigkeiten. Dem Vorbild Google News folgend, aggregiert Nachrichten.de dieselben von teilnehmenden Websites, und präsentiert sie in durchaus aufgeräumter und ansprechender Umgebung. Allerdings ist der Weg der Nachricht vom Verfasser zum Leser im Web ein verschlunger Pfad, und führt durch zahlreiche Filter und Aggregationsstufen. Nachrichten.de ist selbst eine dieser Aggregatoren, aber immer wichtiger werden Pushdienste wie eMail oder RSS oder soziale Netzwerke, die die Nachrichten durch die Interessen der eigenen Freunde filtern. Was für mich wichtig ist, finde ich, weil meine Freunde es auf MySpace/Facebook/Twitter posten, tweeten oder sonstwie markieren. So entsteht ein völlig personalisierter Service, der mich durch das mediale Überangebot im Netz navigiert.
Nachrichten.de verzichtet im Moment leider noch auf eMail Alerts oder Integrationen von sozialen Netzwerken, was seine die Relevanz für mich doch erheblich mindert. Auch Personalisierungsmöglichkeiten im Seitenaufbau, wie sie Google News bietet, sucht man vergebens. Die Suche läuft auch noch nicht ganz rund – die Recherche nach Nachrichten.de auf Nachrichten.de liefert keine Treffer, während Google zahlreiche Beiträge von Spiegel bis FAZ auswirft. Zumindest mediale Selbstreferenzialität muß sich nachrichten.de nicht vorwerfen lassen.
Nachrichten.de ist allerdings auch mehr als eine Website – es ist ein politisches Statement. Ein deutscher Verlag schließt die angenommene Gerechtigkeitslücke, für die Google verantwortlich gemacht wird, nämlich dass die Quellen der Nachrichten neben dem zugeleiteten Traffic auf ihre Seiten keine weitere Honorierung bekommen.

Wie hoch bewerten Sie langfristig das Reichweitenpotenzial? Google hat eine doppelt so hohe Reichweite wie alle Angebote des Nachrichten.de-Vermarkters zusammen. Da wird es auch dann schwer, wenn alle Promotionkanäle bespielt werden. Ein Ansatz könnte sein, erst einmal zu versuchen, sich auf bestimmte Marktsegmente zu konzentrieren und daraus zu wachsen - ein rein quantitativer Ansatz ist sicherlich schwierig.

Wie beurteilen Sie das Geschäftsmodell? Mittelfristig macht so ein Modell sicherlich Sinn, aber längerfristig wird es den Nachrichtenquellen nicht helfen weil es sie komplett abhängig von Aggregatoren macht. Das erfolgreiche Nachrichtenprodukt der Zukunft ist wahrscheinlich ein plattformunabhängiger, personalisierter Service, der alle Kanäle zum Konsumenten bespielt. Wer hier nur ein bis zu einem gewissen Grad austauschbarer Zulieferer ist, hat keine vorteilhafte Wettbewerbsposition. Ziel für Nachrichtenquellen muss es sein selbst einen unverwechselbaren Service aufzusetzen und damit direkt am Kunden zu sein. Auch wenn das vielleicht nicht jedem möglich sein wird, kann nur diese Strategie längerfristig das Überleben sichern.

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Peter Trzka, Leiter Multimedia bei N24, Berlin

Wie bewerten Sie die Nutzerfreundlichkeit? Navigation, Ressorts, Marginalspalte: Respekt, Nachrichten.de sieht ja aus wie ein richtiges, modernes News-Portal. Mit Luft zwischen den Textzeilen, großen Überschriften und angenehmen Farben (auch wenn die an eine Mitbewerber-Site erinnern). Gut die Übersicht "Meldungen", "Kommentare", "Bilder", die Ressorts untereinander angeordnet und deutlich sichtbar von einander getrennt. Der Live-Ticker in der Marginalspalte suggeriert Aktualität, auch wenn einige Meldungen eher Quisquilien sind. Etwas kryptisch: "Sie machen Schlagzeilen" in der Marginalspalte. Darin ein Foto mit BU, sonst nix. Hm. Don’t make me think - muss erst klicken, um zu verstehen. Verbesserungsfähig. Nett: die Rubrik "Populär", soll die User-Aktivität anzeigen. Als Standard offen ist "Gerade diskutiert", zeigt drei kommentierte Artikel an. Die Zeile "Gerade diskutiert" ist anklickbar, aber bei Klick passiert nichts. Solche inkonsistenten Verlinkungen sind bei Google selten.
Das Suchfeld ist leicht zu finden und gut beschriftet, doch dass der blaue "Nachrichten finden"-Button (nach Klick darauf lässt sich die Suche vorab verfeinern) zu diesem Feld gehört, erschließt sich nicht gleich. Bei Google ist das klarer gelöst. Dennoch: "Merkel" eingeben, Return drücken – so muss das laufen. Und das tut’s auch. Das Ergebnis lässt sich dann verfeinern. Kann Google auch, sieht aber nicht so schick aus wie bei Nachrichten.de. Warum unter "Themen für Merkel" dann "Jackpot" kommt, aber dieser Artikel dann nix mit der Kanzlerin zu tun hat – Bug oder Feature? Es bleibt eines der Geheimnisse von nachrichten.de. Fazit Optik, Navigation, Usability: nachrichten.de liegt einen Quantensprung vor Google, das sehr altbacken daherkommt, wie von Programmieren auf Ergebnis designt, nicht auf Erlebnis. nachrichten.de geht den Newsportal-Ansatz, hat aber noch viele Probleme zu lösen (hässliche Überschriften mit Versalien wie "ANALYSE-FLASH" als Wirtschafts-Aufmacher, Dopplungen zwischen Content-Bereich und Marginal-Teaser, kryptische Themen-Schlagwörter.

Wie hoch bewerten Sie langfristig das Reichweitenpotenzial? Google ist der Platzhirsch, hat mit seiner Suchmaschine eine mächtige Rückendeckung. Nachrichten.de punktet mit der modernen, gefälligen Optik. Das Beta-Stadium merkt man der Seite aber noch an vielen Stellen an. Während Google seine Meldungstiefe offensiv vor sich her trägt und mit Quellen Namedropping betreibt, zeigt sich Nachrichten.de bescheiden, offenbart die Tiefe erst dem nimmermüden Klicker. Ob das dem Nachrichtenjunkie reicht, bezweifle ich. Wer gepflegt über (im Alpha-Stadium hoffentlich umgesetzte) klar strukturierte Newsseite mit Nachrichten aus verschiedenen Quellen wandern will, könnte sich bei Nachrichten.de gut aufgehoben fühlen – wenn die Kinderkrankheiten kuriert sind. Oder er bleibt bei der Webseite seines Vertrauens/seiner Tageszeitung/seines Wochenmagazins oder TV-Senders. Und nutzt Google News oder Nachrichten.de nur für einen gelegentlichen Abstecher.

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Arno Schäfer, Geschäftsführer Mediacom Interaction, Düsseldorf

Wie bewerten Sie die Nutzerfreundlichkeit? Sehr aufgeräumte und moderne Optik und übersichtlicher als Google News. Daneben eine weniger technische Anmutung. Die Suchfunktion zeichnet sich durch innovative und klare Struktur aus. In Summe bei der Nutzerfreundlichkeit klares Plus bei Nachrichten.de. Man findet sich einfach sofort zurecht.

Wie hoch bewerten Sie langfristig das Reichweitenpotenzial? Mit Sicherheit hat Burda als Verlagshaus eine hohe Glaubwürdigkeit im Nachrichtenumfeld und hier ein gut gemachtes Nachrichtenportal geschaffen. In welcher Konsequenz das die Reichweite belebt, bleibt abzuwarten. Die Voraussetzungen sind in jedem Fall geschaffen.

Wie stark sehen sie das Potenzial im Werbemarkt? Qualitativ gute, ausgewogene Nachrichten-Sites sind immer für Werbekunden relevant. Das gilt natürlich auch für Nachrichten.de.

Tomorrow Focus beteiligt die Verlage bzw. die Nachrichtenquellen mit einem Revenue-Share-Modell an den Erlösen. Wie beurteilen Sie das Geschäftsmodell? Ist es ein Modell der Zukunft? Im Gegensatz zum Vorgehen von Google, die Inhalte Fremder kostenlos zu nutzen, ist eine Beteiligung der Quellen an den Erlösen auf Nachrichten.de ein völlig legitimes und freiwilliges Vorgehen von Tomorrow Focus. Somit bekommen die Nachrichten-Sites hinter dem Tomorrow Focus Angebot ihre Aufwendungen der Nachrichtenrecherche vergütet. Ich kann darin nichts Schlimmes entdecken, das wird eher die Qualität der Nachrichten steigern.

Kann Nachrichten.de den Verlagen ebenso viel Traffic zuführen wie Google? Ich denke nicht, dass Burda mit dem Anspruch in den Markt gegangen ist, Google im Bezug auf Traffic zu überholen.

Kann sich Nachrichten.de als ernstzunehmender Konkurrent zu Google News etablieren? Ich glaube zunächst nicht, dass Burda sich als komplettes Alternativangebot zu Google positionieren möchte. Dazu sind die gegenseitigen Abhängigkeiten auch zu groß. Mit Sicherheit hat Burda als Verlagshaus eine hohe Glaubwürdigkeit im Nachrichtenumfeld. Aufgrund der verbreiteten Skepsis gegenüber der Google-Dominanz im Markt kann es in Einzelbereichen durchaus ein Alternative werden. In einer Phase sinkender Erlöse aus dem klassischen Verlagsgeschäft ist das Projekt sehr bedeutend für die gesamte Verlagswelt. Ich vermute, dass andere Verlage mit großer Neugier auf die weitere Entwicklung von Nachrichten.de schauen.

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Monika Ganster, Redakteurin vom Dienst FAZ.NET, Frankfurt

Wie bewerten Sie die Nutzerfreundlichkeit? Der Bluff funktioniert: Nachrichten.de sieht auf den ersten Blick aus, als würde ein Redaktionsteam ordentliche Arbeit abliefern. Die Seite sieht übersichtlich aus, hat eine klare Ressorteinteilung, gute Bebilderung. Die Themenmischung auf der Seite ist gelungen.
Der zweite Blick ist allerdings ernüchternd: Wer mehr als eine Quelle zu einem Thema lesen möchte, landet auf Übersichtsseiten, die einen ganz trunken machen von lauter Wiederholungen. Für den Leser ist es wohl eher erschütternd als erhellend zu sehen, dass die Ursprungsquelle vieler Nachrichtenseiten eben die gleiche Agenturmeldung ist. Oder er sieht, im Falle einer sich entwickelnden Meldung, den unterschiedlichen Stand der Nachricht und darf sich aussuchen: Sind nach dem Busunglück nun Verletzte, drei oder fünf Tote zu beklagen?
Die Rettung scheint die Voreinstellung auf Top-Quellen bieten, die können und wollen doch unterscheidbar sein. Doch damit ist offenbar die Themengewichtung aufgehoben, die Texte sind nun offenbar willkürlich zusammengestellt und bieten alles, bloß keine Nachrichtenübersicht, Bilder fehlen gänzlich. Weiterlesen mag man nicht.
Der Liveticker, der mit rund einer Viertelstunde Verspätung einläuft, zeigt basisdemokratisch die Zöpfchen-Wahl in Solingen neben Al-Qaida-Drohungen in Europa. Wer braucht so was? Eilmeldungen sind keine zu finden.
Themenseiten und Suchergebnisse liefern die gleiche krude Mischung an Texten. Der hier programmierte Algorithmus kann offenbar nicht angemessen gewichten, ob ein Text wirklich das gesuchte Thema in der Hauptsache behandelt oder nur im vergleichenden Nebensatz streift. Noch drastischer fällt das Ergebnis bei der Bildrecherche aus. Ob man nun Pofalla oder Gysi eingibt, die angezeigten Bilder zeigen definitiv andere Personen.
Das Schlimme dabei: Am Ende findet man Google News richtig gelungen.

Wie beurteilen Sie das Geschäftsmodell? Es ist ein interessantes Modell. Im konkreten Fall sind aber die tatsächlichen Erlöse, die an hunderte beteiligte Verlage ausgeschüttet werden sollen, wohl auch mittelfristig unbedeutend.

Kann sich Nachrichten.de als ernstzunehmender Konkurrent zu Google News etablieren? Google ist Quasi-Monopolist im Bereich der Suchmaschinen und der eigentliche Zulieferer an die Nachrichtenseiten, die auch bei Google News vertreten sind. Nachrichten.de hat keine derart starke Unterstützung.

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Christian Kohn, Media Director Zed Digital, Düsseldorf

Wie bewerten Sie die Nutzerfreundlichkeit? Nachrichten.de hat viele innovative Elemente bei der Nutzerführung (z.B. Feedbacklasche am linken Screenrand; Zeitleiste mit Balkendiagramm zu den Veröffentlichungszeiträumen), was dazu führt, dass die Seitennutzung in einigen Bereichen anfangs ungewohnt ist, nach Erlernung aber echten Mehrwert bieten kann.

Wie hoch bewerten Sie langfristig das Reichweitenpotenzial? Dies ist aktuell noch schwer zu bewerten und abhängig von der Nutzerakzeptanz.

Wie stark sehen sie das Potenzial im Werbemarkt? Das Potenzial am Werbemarkt hängt unmittelbar mit der Reichweitenentwicklung zusammen. Derzeit gibt es nicht viele etablierte Nachrichtenaggregatoren, wenn das Portal funktioniert, besteht auch Potenzial bei der Vermarktung. Targetingmöglichkeiten bieten sich beispielsweise durch verschiedene Themenbereiche.

Wie beurteilen Sie das Geschäftsmodell? Das Modell wird Nachrichten.de helfen, sich am Markt zu etablieren, aber eine Prognose für die Zukunft ist schwer.

Kann sich Nachrichten.de langfristig als ernstzunehmender Konkurrent von Google News etablieren? Die ist abhängig von der Reichweitenentwicklung und Nutzerakzeptanz s.o und deshalb schwer zu beurteilen. Google-News ist bei vielen Usern als Nachrichtenaggregator etabliert, die Suchfunktionen und Nutzung gelernt. User, die sich einmal für einen Service entschieden haben und mit dem Angebot zufrieden sind, wechseln in der Regel eher selten.

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Axel Schmiegelow, CEO von Sevenload, Köln

Ein Beteiligungsmodell ist für ein gutes Verhältnis zwischen Rechteinhabern und Portalbetreibern sehr sinnvoll. Die Inhalte der Content-Lieferanten werden nicht nur direkt aggregiert und verlinkt, sondern der Content-Inhaber erhält neben dem Zuwachs an Traffic auch noch einen hohen Anteil aus den Werbeeinnahmen. Man muss wiederum bedenken, dass ein Beteiligungsmodell auch nur dann funktioniert, wenn die Inhalte wie bei nachrichten.de auch vermarktet werden. Google News hingegen bietet keine Vermarktung in Deutschland an. Ein ähnliches Revenue-Share-Modell nutzen wir bei sevenload mit unseren Content-Partnern. Hiermit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Für unsere Partner schaffen wir so den Anreiz, uns Premium-TV-Inhalte bereit zu stellen. Im Gegenzug beteiligen wir sie an den Werbeerlösen mit bis zu 50 Prozent des Netto-TKPs. So profitieren beide Seiten von diesem Erlösbeteiligungsmodell, das in Zukunft auf allen Ebenen immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.

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