Ex-Vivaki-Manager Michael Enzenauer meldet sich zurück

Mittwoch, 06. Oktober 2010
Wieder da: Michael Enzenauer, Marcus Andriessen und Henning Hintze
Wieder da: Michael Enzenauer, Marcus Andriessen und Henning Hintze

Mit Michael Enzenauer, 49, Marcus Andriessen, 44, und Henning Hintze, 47, melden sich gleich drei ehemalige Agenturmanager aus der Düsseldorfer Vivaki-Gruppe mit eigenen Unternehmen im Markt zurück. Allerdings mit zwei separaten Firmen: der Enzenauer Unternehmensberatung und der Andriessen Hintze Unternehmensberatung, die ihre Büros in Leichlingen im Bergischen Land sowie im Raum München und Krefeld haben. Die Mediamanager haben jahrelang in verschiedenen Positionen bei Vivaki zusammengearbeitet, in der die Publicis-Holding ihre Media- und Digitalnetzwerke bündelt. Dort war Enzenauer von 2001 bis 2009 CEO von Optimedia. Andriessen war von 2002 bis Mitte diesen Jahres Finanzchef bei Vivaki und Hintze leitete bis dato den gesamten Medieneinkauf der Agenturgruppe.

Nach ihrem Ausstieg bei Vivaki wollen sie nun ihr Know-how in allen Media-Angelegenheiten, die der Markt so bietet, einbringen. Enzenauer erklärt dazu: "Nachdem es nun drei eigene Wirtschaftsstufen gibt, müssen die individuellen und bilateralen Interessen konsolidiert, organisiert und ausgebaut werden". Dabei betont er, dass er Werbekunden, aber auch Medienanbieter und Agenturen dabei unterstützen will, nachhaltige Angebote zu erarbeiten, die „zu einer langfristigen, stabilen und vertrauensvollen Zusammenarbeit führen". Ziel seines Angebots ist dabei offensichtlich keine Kontrollfunktion wie bei den Media-Auditoren, sondern die des Vermittlers und gegebenenfalls sogar eines Schlichters.

Der ehemalige Finanzchef Andriessen und sein Kompagnon Hintze nehmen wiederum die Geschäftsmodelle ihrer Auftraggeber unter die Lupe. Den Schwerpunkt wollen sie dabei auf die Analyse und Neuentwicklung von Geschäftsmodellen legen. Das gilt auch für deren Vertriebsmanagement, die Positionierung gegenüber den Medien und last but not least: die Gestaltung des Einkaufsprozesses von Werbungtreibenden und Agenturen bis hin zur Optimierung von Verhandlungen. Hintze betont in diesem Zusammenhang: „Es gibt in einem so wandlungsreichen Geschäft wie Media die unterschiedlichsten Erfolgsmodelle".

Wie erfolgreich dieses Angebot sein wird, muss sich zeigen. In jedem Fall dürfte aber der eine oder andere Agenturchef und Werbekunde aufhorchen. Alle drei Media-Experten sehen sich allerdings nicht als Gegenspieler der Agenturen, denn Verhandlungen über bessere Einkaufskonditionen wollen sie für ihre Kunden nicht führen. ejej
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