Ex-Stern-Chef Maier setzt sich vor Gericht gegen Gruner + Jahr durch

Dienstag, 30. November 1999

Nach Ansicht des Arbeitsgerichts Hamburg ist die fristlose Entlassung des ehemaligen "Stern"-Chefredakteurs Michael Maier nicht rechtswirksam. Das Anstellungsverhältnis mit dem Verlag Gruner + Jahr besteht somit fort. Nach Auffassung des Gerichts hätte der Arbeitsvertrag frühestens am 31. Dezember 2000 zum 31. Dezember 2001 gekündigt werden können. Maier kann demnach die Zahlung seiner vollen Bezüge verlangen. G+J will gegen das Urteil Berufung einlegen. Im Laufe der Verhandlung hatte der Richter einen Vergleich vorgeschlagen. Danach hätte G+J 1,25 Millionen Mark an Maier gezahlt und Maier wäre aus dem Vertrag ausgestiegen. Der Verlag wollte jedoch nicht mehr als 500.000 Mark zahlen und ließ die Einigungsfrist verstreichen. Nun steht Maier die Auszahlung des gesamten Vertrags in Höhe von noch 2,5 Millionen Mark zu.
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