Ex-BBDO-Chef Göttgens verlässt Rodenstock

Freitag, 01. Oktober 2010
Hört auf "eigenen Wunsch" auf: Göttgens
Hört auf "eigenen Wunsch" auf: Göttgens

Die Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es amtlich: Olaf Göttgens verlässt den traditionsreichen Brillenhersteller Rodenstock - auf eigenen Wunsch wie es offiziell aus dem Münchner Unternehmen heißt. Allerdings vermuten Brancheninsider, dass der ehemalige Mercedes-Markenchef nur seinem Rauswurf zuvor kam. Göttgens, der seit November 2008 an der Spitze der Traditionsmarke stand, habe zu viele Entscheidungen getroffen, ohne Bridgepoint, den Mehrheitseigentürmer des Unternehmens, zu informieren. "Göttgens sei mit der Führung eines Unternehmens dieser Größenordnung offenbar überfordert gewesen",  formuliert es noch drastischer die "Süddeutsche Zeitung".  Vor drei Tagen war die Übernahme durch den britischen Finanzinvestor Trilantic gescheitern. Das Beteiligungsunternehmen gehört Johann Rupert, Chef des Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont. Der EX-BBDO-Deutschlandchef galt als einer der Väter des möglichen Deals.

Die Führung des Unternehmens liegt jetzt in den Händen von Finanzchef Johannes Burtscher, Michael Kleer (COO) und Marcel Oliver Schneider (CSO). Zudem hat Rodenstock Peter Körfer-Schün, der langjährige Vorstandsvorsitzende der Grohe AG, zum Berater der Rodenstock-Gruppe berufen. Er soll das Unternehmen bei seinen Wachstumsstrategien unterstützen, unter anderem druch den Ausbau des Markenportfolios.  Für Rodenstock arbeitet derzeit als Kreativagentur Heller & Partner. Media betreut das Unternehmen inhouse. In diesem Jahr hat Rodenstock bisher brutto etwas mehr als eine halbe Million Euro in die Werbung investiert. mir
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