Event-Location mit neuer Bestimmung: "Welt"-Newsroom zieht in die Ullstein-Halle

Montag, 03. Juni 2013
Axel Springer plant in Berlin eine Reihe räumlicher Neuorganisationen
Axel Springer plant in Berlin eine Reihe räumlicher Neuorganisationen


Bei Axel Springers "Welt" gefällt man sich in der Rolle als Innovationsvorreiter: Nicht nur ging die Tageszeitung als eine der ersten ihrer Zunft mit einer nativen App auf das iPad, die "Welt" führte im vergangenen Jahr auch das deutschlandweit erste digitale Bezahlmodell für überregionale Inhalte ein. Nun will Springers blaues Blatt im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung auch räumlich für neue Impulse sorgen. Aktuellen Überlegungen zufolge soll der "Welt"-Newsroom in die derzeit für Feiern und Präsentationen genutzte Ullstein-Halle umziehen. Der knapp 1000 Quadratmeter messende Raum liegt auf dem Übergang vom Springer-Hochhaus zur Axel-Springer-Passage, wo sich Restaurants und Geschäfte befinden. Gut 100 Mitglieder der überregionalen Redaktions-Gemeinschaft von "Welt", "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" sollen einem Bericht von "Newsroom" zufolge dort, weitere Journalisten "in unmittelbarer Nähe" arbeiten. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte die Pläne auf Anfrage von HORIZONT.NET. Für Details sei es allerdings noch zu früh. So steht derzeit noch nicht fest, wann der Umzug erfolgen soll.

Den Umzug in die Ullstein-Halle, wo derzeit Galas wie "Die Goldene Kamera" abgehalten werden, darf man als weiteren Schritt der "Welt" verstehen, im Zuge der Digitalsierung neue Arbeitsmodelle aufzusetzen. So bestätigte Chefredakteur Jan-Eric Peters vergangene Woche, künftig in einem rollierenden System "Welt"-Journalisten nach Australien zu schicken. Von dort aus sollen die Kollegen News produzieren, während in Europa tiefste Nacht herrscht.

Ein weiteres Großprojekt entsteht auf dem derzeit ungenutzten Lindenpark, einer 10171 Quadratmeter messenden Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft zur Berliner Konzernzentrale: Dort plant Springer einen Mediencampus, der Platz für die digitalen Projekte des Unternehmens bieten soll. "Das Projekt kann eine Schlüsselrolle für die digitale Transformation unseres Unternehmens einnehmen, indem es die bisher in der Peripherie angesiedelten digitalen Tochterunternehmen ins Zentrum des Unternehmens rückt und mit den traditionellen Marken des Hauses vernetzt", sagte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner bei der Vorstellung des Projektes. ire
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