Eurovision Song Contest soll maximal 25 Millionen Euro kosten / Zuschlag für Düsseldorf

Mittwoch, 13. Oktober 2010
Lena Meyer-Landrut soll den Eurovision Song Contest wieder zu einem Erfolg machen
Lena Meyer-Landrut soll den Eurovision Song Contest wieder zu einem Erfolg machen

Der Eurovision Song Contest 2011 soll nicht mehr als 25 Millionen Euro kosten. Das berichtet Welt Online. "Das ist für uns eine Größenordnung, die wir natürlich versuchen werden, noch zu unterbieten", zitiert das Portal einen NDR-Sprecher. Der NDR ist ferderführend für die Gesangsveranstaltung. Als Orientierungsgröße zieht die ARD-Anstalt dabei die Kosten heran, die für die Austragung in Oslo in diesem Jahr angefallen waren. Der Wettbewerb, den 2010 die Deutsche Lena Meyer-Landrut gewonnen hat, wird im kommenden Jahr in Düsseldorf ausgetragen. Darauf hatten sich die ARD-Intendanten am gestrigen Dienstag geeinigt. Vor allem Berlin ist enttäuscht von der Entscheidung. Die Hauptstadt hatte sich große Hoffnungen gemacht, Austragungsort für die aufmerksamkeitsstarke Veranstaltung zu werden. Ebenfalls beworben hatten sich Hamburg und Hannover.

Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), zeigt Verständnis für die Entscheidung, die nach ihren Aussagen auf finanziellen Gründen basiert. "Dass Berlin nicht zum Zuge kam, hängt schlicht mit den Platzverhältnissen zusammen. Rechnet man die Plätze für Delegationen aus ganz Europa ab, stehen in Düsseldorf 24.000 Plätze für Fans zur Verfügung. In Berlin wären es lediglich 8.800 gewesen. Daraus folgt: Die Einnahmen durch Kartenverkauf können in Düsseldorf so erheblich sein, dass Berlin für die ARD um Millionen teurer wäre", rechnet Reim vor.

Die Hauptstadt hatte den stillgelegten Flughafen Tempelhof als Schauplatz für die beiden Halbfinale und den internationalen Song-Contest ins Rennen geschickt, Hamburg und Hannover ihre Messehallen, Düsseldorf die Arena. Monika Piel, Intendantin des WDR, freut sich dagegen: "Düsseldorf mit seinem tollen Stadion und seiner großartigen Musik-Szene ist eine hervorragende Wahl für die Titelverteidigung von Lena beim Eurovision Song Contest."

Das Erste überträgt den Eurovision Song Contest sowie einige Vorentscheidungen im Mai 2011. Die übrigen Vorentscheide sendet Pro Sieben. Der private und der öffentlich-rechtliche Sender hatten sich in diesem Jahr unter der Ägide von Stefan Raab erstmals zusammengetan, um den deutschen Bewerber des Wettbewerbs zu casten. Die Hannoveranerin Lena Meyer-Landrut siegte überragend. pap
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