Eurovision Song Contest: ARD und Pro Sieben beenden Zusammenarbeit

Montag, 17. September 2012
"Unser Star für Baku" konnte nicht mehr an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen
"Unser Star für Baku" konnte nicht mehr an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen


Drei Jahre lang haben die ARD und Pro Sieben gemeinsam die deutschen Kandidaten für den Eurovision Song Contest gesucht, nun hat die ARD die Zusammenarbeit mit dem Privatsender beendet. Die ARD arbeitet derzeit an einem neuen Konzept für den deutschen Vorentscheid. Pro Sieben und die ARD haben eine entsprechende Meldung des Medienmagazins DWDL.de bestätigt: Die Kooperation ruhe, eine Fortsetzung sei aber "nicht ausgeschlossen", teilte Pro Sieben mit. Bei der ARD klingt die Entscheidung, den Kandidaten künftig wieder alleine zu suchen, indes mehr oder weniger endgültig: Man danke den den Kolleginnen und Kollegen von Pro Sieben "für die sehr vertrauensvolle, professionelle und erfolgreiche Zusammenarbeit", teilte ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber mit. "Es ist Teil der Geschichte des ESC, dass sich die Art, den deutschen Beitrag zu suchen, über die Jahre weiterentwickelt. Das Konzept für den deutschen Vorentscheid 2013 ist derzeit in Vorbereitung."

Die ARD und Pro Sieben hatten 2010 erstmals gemeinsam nach dem deutschen Kandidaten für den Eurovision Song Contest gesucht. Die Show "Unser Star für Oslo" wurde unter der Federführung von Stefan Raab zu einem vollen Erfolg, die deutsche Kandidatin Lena Meyer-Landrut gewann nach dem deutschen Vorentscheid sogar den Gesamtwettbewerb. Bei der diesjährigen Ausgabe der Kandidatensuche ("Unser Star für Baku") waren die Einschaltquoten allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. dh
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