Eurosport News will in drei Jahren Break-even erreichen

Donnerstag, 31. August 2000

100 Millionen Franc wird Eurosport im ersten Jahr in seinen Nachrichtenkanal Eurosport News investieren. In drei Jahren soll der Sender den Break-even erreichen. Eurosport News startet am 1. September mit einer englischen Version, die um 20 Uhr eine halbe Stunde live auf Eurosport präsentiert wird. Zum Beginn der Olympischen Spiele in Sydney am 15. September folgen ein polnische und eine spanische Version, zum 1. Oktober eine türkische Version. Eine italienische Variante ist in Planung.

Ähnlich wie bei Bloomberg-TV ist der Bildschirm bei Eurosport News in mehrere Elemente unterteilt. Neben dem Bewegtbild gibt es eine Servicespalte mit Sportkalender und Sportwetter. Am unteren Bildrand läuft ein Crawler mit Sportergebnissen und -News. In Deutschland ist der Sender zum Start nur verschlüsselt über Satellit mit digitaler Satellitenbox und Smart-Card zu empfangen. Für das nächsten Jahr ist jedoch auch eine deutsche Version angedacht.

Dazu verhandelt Eurosport unter anderem mit den Kabelnetzbetreibern UPC und Primacom. Aber auch mit Kirch laufen Gespräche über die Aufnahme in das Pay-TV-Angebot Premiere World. Zudem spricht Eurosport mit dem ZDF über eine Eingliederung in das digitale Angebot ZDF Vision.

Dann aber müsste sich der Sportnachrichtenkanal in Deutschland allein über Werbeeinnahmen finanzieren, sagt Michel Kubler, Deputy Managing Director und Leiter von Eurosport News. Diese Variante sei "zumindest problematisch". Europaweit soll sich der Nachrichtenkanal zu 80 Prozent aus Gebühren und zu 20 Prozent aus Werbeeinnahmen finanzieren. Im ersten Geschäftsjahr geht Kubler von 20 Millionen Franc Werbeerlösen aus. Zum Start wird der Kanal in rund 3 Millionen Haushalten zu empfangen sein, Ende 2000 soll die technische Reichweite bei 10 Millionen Haushalten liegen.
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