Europas Kabelnetzbetreiber erweitern Basisgeschäft

Mittwoch, 06. Oktober 2004

Um im Wettbewerb mit Satellit, DVB-T und DSL bestehen zu können, setzen die europäischen Kabelnetzbetreiber in den kommenden Jahren verstärkt auf Zusatzdienste wie Pay-TV, schnelle Internetanschlüsse über Kabel und Internet-Telefonie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beraterfirma Solon Management Consulting, München, an der sich 13 europäische Kabelnetzbetreiber mit insgesamt 19 Millionen Kunden beteiligten.

Bereits heute werden fast ein Viertel der Umsätze im europäischen Kabelbereich mit Bezahlfernsehen und Internetdiensten erzielt, bis zum Jahr 2006 soll der Anteil auf 36 Prozent steigen. Ebenfalls bis 2006 wollen die meisten Anbieter ein Voice-over-IP-Produkt für Internet-Telefonie einführen, um ihr Basisgeschäft zu erweitern. Durch die geplanten Maßnahmen wird eine Aufrüstung der Kabelnetze notwendig, die hohe Investitionen fordern wird. Dadurch werden die Firmen zur Konsolidierung gezwungen. Als Konsequenz daraus wird mit zahlreichen internationalen Übernahmen gerechnet.

Die Prognose für Deutschland fällt skeptisch aus: Die deutsche Medien- und Wettbewerbspolitik sei für den Kabelbereich ein Hemmnis, heißt es in der Studie. ps
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