Europäische E-Commerce-Märkte erholen sich

Freitag, 24. Mai 2002

Nach einem schwachen Sommer 2001 sind die elektronischen B2C-Märkte in Europa wieder auf Wachstumskurs. Die Konsumenten kauften im Winterhalbjahr 2001 deutlich häufiger online als der Sommer zunächst vermuten ließ. Insgesamt verlief das Wachstum für Web- Einkäufe im vergangenen Jahr ähnlich dynamisch wie 2000. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen GfK in Nürnberg bei einer aktuellen Befragung, an der rund 1000 Internetnutzer in Belgien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Spanien teilgenommen haben.

Den Marktforschern zufolge shoppten von November 2001 bis April 2002 in den fünf betrachteten Ländern fast 60 Millionen Menschen im Web, rund 6,5 Millionen mehr als im Sommer 2001. Dabei schnellte das Marktvolumen in Großbritannien von 2,7 auf 7,9 Millionen Euro hoch. In den anderen Ländern war der Umsatzzuwachs deutlich geringer oder stagnierte, wie in Belgien und Frankreich.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist die saisonale Schwankung der Nachfrage im Web für verschiedene Güter. In Deutschland war beispielsweise im Büchermarkt das Sommerloch 2001 stärker ausgeprägt als in den anderen Ländern. Auch Reisen und andere touristische Dienstleistungen wurden von den Deutschen im vergangenen Sommer weniger nachgefragt als von den Briten.
Meist gelesen
stats