Euro-Einführung pusht die Werbenachfrage

Montag, 10. August 1998

Bis zum Jahr 2010 sollen die Nettowerbeeinnahmen der Medien noch einmal kräftig von 38,6 Milliarden (1997) auf rund 65 Milliarden Mark steigen, so das Ergebnis der Studie "Werbemarkt 2010 – wie der Euro den Werbemarkt verändert", die das Schweizer Marktforschungsinstitut Prognos im Auftrag derMediagruppe München durchgeführt hat. Danach wird das Fernsehen weiter überproportional vom Wachstum des Gesamtmarktes profitieren. Im Jahr 2010 soll der TV-Nettowerbemarktanteil bei 20 Prozent liegen, das TV-Werbevolumen 13,4 Milliarden Mark umfassen. Die Einführung des Euro wird laut Prognos ein wesentlicher Grund für die steigende Werbenachfrage sein. Preistransparenz und wegfallende Transaktionskosten kurbeln den europaweiten Handel an. Industrie- und Dienstleistungsunternehmen müßtendadurch ihre Position gegen neue Wettbewerber im angestammten Markt behaupten und gleichzeitig versuchen, in neue Märkten zu expandieren. Die Onlinewerbung steht laut Prognos vor dem Durchbruch. Die Online-Werbeeinnahmen sollen bis zum Jahr 2002 von 50 Millionen (1998) auf 450 Millionen Mark ansteigen.
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