Esther Raff verlässt AS&S Radio

Donnerstag, 22. September 2011
Esther Raff wechselt zu Klassik Radio
Esther Raff wechselt zu Klassik Radio

Paukenschlag bei AS&S Radio: Geschäftsführerin Esther Raff verlässt den öffentlich-rechtlichen Audiovermarkter. Die langjährige Chefin wechselt zum 1. Januar 2012 zum börsennotierten Unternehmen Klassik Radio. "Ich habe sechs erfolgreiche, spannende und aufregende Jahre bei der AS&S erlebt. Aber jetzt ist es Zeit etwas Neues zu beginnen", begründet Raff ihren Abgang. Bei der Klassik Radio Gruppe will die 44-Jährige eine "neue, nationale Vermarktungskraft" gründen, bei der sie als Gesellschafterin fungiert. „Ich bin fest davon überzeugt, dass programmliche und werbliche Innovation sowie die zielführende Nutzung neuer Verbreitungswege notwendig sind, um Radio wieder ins Bewusstsein der Werbewirtschaft zu bringe", so Raff weiter. Die programmlichen, bundesweiten Möglichkeiten bei Klassik Radio und die Zielgruppe seien eine großartige Basis dafür.

Raff: "Es ist an der Zeit, dass sich etwas in der deutschen Radiovermarktung bewegt. Klassik Radio ist der perfekte Kern, um einen neuen, innovativen Vermarkter aufzubauen und zu etablieren." Wie genau die neue Radiovermarktung aussehen wird, will das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Wer der Nachfolger von Raff bei AS&S wird, ist noch unklar. Ludger Lausberg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der AS&S, erklärt stattdessen: "Wir bedauern den Weggang von Esther Raff. In Ihrer Ära hat sich die AS&S Radio in ihrer einzigartigen Aufstellung als Public-Private-Vermarkter stetig nach vorne entwickelt. Wir danken Ihr für die hervorragende Arbeit und wünschen ihr für ihre neue Tätigkeit alles Gute." Raff hatte ihre Radiolaufbahn als Redakteurin im Programm gestartet und stieg bei der AS&S Radio 2005 ein. Seit 2008 steht sie an der Spitze des Vermarkters.

Raff soll intern und in Intendantenkreisen umstritten sein. Grund dafür sind die Deutschland-Kombi, die die Vermarkterchefin 2009 eingeführt hatte, sowie die unter anderem daraus resultierende Preisentwicklung im Wettbewerb. So warnte Florian Ruckert, seit 1. Juli Vorsitzender der Geschäftsführung des konkurrierenden Radiovermarkters RMS, im HORIZONT-Interview (34/2011) vor einem Preisverfall, der durch die Deutschland-Kombi ausgelöst werden könnte. jm
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