Es ist amtlich: Google startet Modeplattform Boutiques.com

Mittwoch, 17. November 2010
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Worüber die Internet- und Modewelt bislang spekuliert hat, ist jetzt sichtbar: Boutiques.com, das neue Modeportal von Google, ist online. Auf der Seite präsentiert der Konzern virtuelle Fashionläden. Diese bieten Mode von Designern sowie Klamotten, die von bekannten Fashion-Bloggern empfohlenen oder gerade von Prominenten getragen werden. Nutzer können sich als Follower eines Shops eintragen und bekommt Nachrichten zugeschickt, wenn es Neuigkeiten gibt. Zudem können Nutzer auch eine eigene Boutique eröffnen, in dem sie Looks, Marken und bevorzugte Artikel auswählen und online mit ihren Freunden teilen. Das Fashionportal ist im Grunde ein Produkt der Google-Tochter Like.com, die der Suchmaschinengigant Ende August übernommen hatte. Auf ihren Namen ist die Domain eingetragen. Mit Boutiques.com wollen die Macher Fashionistas eine neue emotionale Einkaufserfahrung bieten. Beim Surfen auf der Seite sollen sich Nutzerinnen fühlen, als ob sie einen realen Shop betreten, so ein Google-Sprecher gegenüber HORIZONT.NET.

Google fungiert dabei nicht als Händler, sondern leitet die Nutzer an die kooperierenden Webshops weiter, wo dann letztlich der Kauf getätigt wird. Das neue Angebot spült Google auf zwei Wegen Geld in die Kassen: Zum einen auf Basis von CPC (Cost per Click) - wenn ein Nutzer einen Shop der Händler und Designer besucht  - und CPA (Cost per Action). Hier erhält Google eine Provision, wenn es zum Kaufabschluss kommt.

Parallel zur Website stellt Google auch eine Applikation für das iPad bereit, die gratis heruntergeladen werden kann. Derzeit richtet sich Boutiques.com an Nutzer aus den USA. Ob und wann der Dienst bei uns startet, ist unbekannt. Wie Munjal Shah, Product Management Director, im Google-Blog gepostet hat, soll das Angebot aber künftig noch ausgebaut werden. Bislang können dort nur US-Nutzer shoppen gehen, und das Sortiment ist auf Frauenmode beschränkt. jm
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