Erster Lichtblick: "New York Times" erzielt Gewinn

Donnerstag, 11. Februar 2010

Die "New York Times" erholt sich: Die Tageszeitung hat 2009 einen Gewinn von rund 20 Millionen US-Dollar eingefahren. Im Vorjahr verbuchte der Titel noch einen Verlust von 57,8 Millionen Dollar. Pro Aktie beläuft sich der Gewinn auf 44 Cent, was 6 Cent über der Prognose der Analysten liegt und den Wert von 2008 um 8 Cent übertrifft. Diese positive Entwicklung war jedoch nur durch harte Einsparungen und Restrukturierungsmaßnahmen möglich. So wurden die operativen Kosten im vergangenen Jahr um 475 Millionen Dollar gesenkt - hunderte Jobs wurden gestrichen. Aufatmen kann die "New York Times" aber noch nicht. Nach Einschätzung von CEO Janet L. Robinson wird der Printwerbemarkt im 1. Quartal 2010 weiter schrumpfen, wenn auch nicht mehr so rasant wie im letzten Jahr. Anzeichen für eine leichte Verlangsamung des Rückgangs gibt es bereits. Im 4. Quartal 2009 fielen die Werbeeinnahmen um 17,1 Prozent gegenüber einem Minus von 30 Prozent in den ersten drei Quartalen. Selbst vor dem Internetangebot machte die Rezession nicht halt. Hier sanken die Einnahmen 2009 um 4 Prozent auf 337,4 Millionen Dollar.

Hoffnung setzt die "New York Times" in Paid Content. Im Januar sollen erste Schritte in diese Richtung erfolgen. Allerdings dürfen die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden. Wie die Unternehmensführung einräumt, werden Bezahlinhalte keine zentrale Einnahmequelle werden. bn
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