Erste Details zur Zukunft von Sport.de

Montag, 02. Juli 2001

Die RTL-Tochter Ufa Sports verhandelt mit Contentinhabern und Medienpartnern über eine Kooperation auf der Domain Sport.de. Spekuliert wird dabei über Eurosport, RTL New Media und die Kirch-Grup- pe. Hinzu könnten die Vereinswebsites kommen, die Ufa Sports vermarktet. Ufa Sports hat Sport.de von World of Internet gekauft, das Insolvenz anmelden musste. Laut Lars Reckwitz, Leiter Neue Medien bei Ufa Sports, wird Sport.de ein eigenständiges Angebot. Der Auftritt soll im B2C-Markt nicht zur direkten Konkurrenz zu Sport 1 werden. Obwohl Sport 1 mit über 70 Prozent Marktanteil eindeutiger Marktführer bei den deutschen Sport-Onlinediensten ist, dürfte die Entwicklung von Sport.de mit Argwohn beobachtet werden. Denn Ufa Sports kann nicht ausschließen, die Domain wieder verkaufen zu wollen: "Bei einem unmoralischen Angebot", so Reckwitz, würde man zumindest über Optionen nachdenken. Wäre beispielsweise ein großer TV-Sender der Absender, könnte das in Kirch-Kreisen für Unruhe sorgen. Schließlich ist Sport 1 derzeit trotz der derzeitgen Werbedelle der Vorzeige-Auftritt der Ismaninger im Web und soll es auch bleiben.

Noch ist nichts angebrannt. Wird sich Ufa Sports für eine eigene Verwertung von Sport.de entscheiden - was nach Lage der Dinge wahrscheinlich ist - wollen sich die Hamburger mit der Pflege und dem Aufbau der Sport-Datenbanken Zeit lassen: Reckwitz: "Wir brechen nichts übers Knie." Allerdings darf noch in diesem Jahr mit Entscheidungen und Konsequenzen gerechnet werden. Dann soll auch ein großer Medienpartner ins Boot, ohne den eine Neueinführung der Site im B2C-Bereich viel zu teuer wäre. Die Verhandlungen laufen.

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