Erneuter Stellenabbau bei der "Frankfurter Rundschau"

Montag, 23. August 2010
Bei der "FR" sollen bis zu 50 Stellen abgebaut werden
Bei der "FR" sollen bis zu 50 Stellen abgebaut werden

Bei der "Frankfurter Rundschau" (FR) sollen erneut 30 bis 50 Stellen gestrichen werden. Das meldet der "Spiegel" unter Berufung auf Betriebsratskreise. Vom Stellenabbau soll in erster Linie die Redaktion betroffen sein. Wie HORIZONT.NET berichtete, fand vergangene Woche ein Treffen der Geschäftsführung mit dem Betriebsrat statt. Im Rahmen des Gesprächs sollte eine Lösung für die finanziellen Probleme des Blattes gefunden werden, dabei wurden auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Bereits Mitte August wurde bekannt, dass Anzeigenchefin Petra Linke die "FR" verlässt. Diese Personalie kann als erster Schritt der neuen Sparrunde gewertet werden, denn laut "Spiegel" sind die Anzeigenkrise sowie die defizitäre Lage des Blattes Grund für die geplanten Entlassungen.

Die "FR" gehört zum Verlag M. DuMont Schauberg und bildet seit April eine Redaktionsgemeinschaft zusammen mit der "Berliner Zeitung", dem "Kölner Stadt-Anzeiger" und der "Mitteldeutschen Zeitung" in Halle. Dieser Schritt war stark umstritten, vor allem, weil personelle Einschnitte befürchtet wurden. Chefredakteurin Brigitte Fehrle jedoch zieht nach vier Monaten Zentralredaktion ein positives Fazit und spricht von einer "sichtbaren Qualitätsverbesserung". sw
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