Erneuter Stellenabbau bei der "Berliner Zeitung"

Montag, 22. April 2013
Bei der "Berliner Zeitung" fallen 34 Stellen weg
Bei der "Berliner Zeitung" fallen 34 Stellen weg


Die schlechten Nachrichten aus dem Berliner Verlag reißen nicht ab: Der seit längerer Zeit befürchtete Abbau weiterer Stellen ist beschlossene Sache. Bereits vorige Woche wurde den Mitarbeitern der "Berliner Zeitung" verkündet, dass 34 Stellen gestrichen werden. Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hängt der Stellenabbau vor allem mit der Auflösung der Redaktionsgemeinschaft der "Berliner Zeitung" mit der "Frankfurter Rundschau" zusammen. Der Verlag M. DuMont Schauberg hatte die Frankfurter Tageszeitung nach ihrer Insolvenz an den Verlag der "FAZ" verkauft. Die bisherige Gemeinschaftsredaktion der ehemaligen Schwestertitel wird Ende Mai aufgelöst. Zehn Mitarbeiter hätten einer Abfindung zugestimmt.

Chefredakteurin Brigitte Fehrle versichert, man wolle "so sparen, dass kein Qualitätsverlust entsteht". Allerdings kommen auf die verbleibenden Redakteure mehr Aufgaben zu: Da auch im Layout Stellen gestrichen werden, sollen laut "Spiegel" die Redakteure künftig die meisten Seiten selbst entwerfen. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, ist außerdem geplant, mehrere Ressorts zusammenzulegen. So sollen die Bereiche Politik/Nachrichten und Meinung zu einem Ressort verschmolzen werden, zudem sei die Fusion der Ressorts Feuilleton, Wissenschaft und Panorama/Medien vorgesehen.

Erst Ende November hatte der Berliner Verlag den Abbau von 40 Arbeitsplätzen bekannt gegeben, davon 27 in der Verwaltung und 13 in der Redaktion des "Berliner Kurier". dh
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