Ermittlungen erhöhen Druck auf SWMH

Montag, 09. November 2009
SWMH-Chef Rebmann verwehrt sich gegen Vorwürfe
SWMH-Chef Rebmann verwehrt sich gegen Vorwürfe

 Die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) gerät durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart unter Druck. Wie der SWR berichtet hatte, ermittelt die Justiz gegen Mitarbeiter im zur SWMH gehörenden Stuttgarter Pressehaus, wegen des Verdachts, in großem Stil Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen zu haben. Frühere Geschäftsführer könnten von den Manipulationen gewusst haben, schreibt nun der "Spiegel". Richard Rebmann, Geschäftsführer der SWMH, verwahrt sich gegen solche Behauptungen. Briefe sollen jedoch den Verdacht schüren, dass ein Ex-Geschäftsführer vom Betriebsrat über die Verstöße bei der Zeiterfassung informiert gewesen sei. So hatte der Betriebsrat im März 2001 um Aufklärung wegen möglicher "Duldung von Gesetzesübertretungen" gebeten und im Juni 2002 den Verdacht auf "Urkundenfälschung" erhoben, so der "Spiegel". Am 27. Februar dieses Jahres nun schrieb der Betriebsrat Rebmann, man habe erfahren, dass "die Zeiterfassungssysteme umgangen werden".

Ins Rollen gekommen war der Stein durch eine Selbstanzeige eines Abteilungsleiters, den der Verlag nach einem Bericht der internen Revision entlassen hatte. Nach seinen Angaben hat das Top-Management die Manipulation der Zeiterfassung mitgetragen, um "möglichst viele Zeiten steuerbegünstigt abrechnen zu können", so das Magazin. pap
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