Eric Schmidt: "Facebook hat einige Dinge getan, die ich bewundere"

Mittwoch, 01. Juni 2011
Eric Schmidt
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Der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt hat auf der D9-Konferenz von "All Things Digital" seine Bewunderung für Facebook publik gemacht – und eigene Fehler eingestanden: „Ich habe jahrelang gesagt, dass uns etwas im Internet fehlt, nämlich Identität“, so Schmidt. Identität sei unglaublich nützlich, denn in der Onlinewelt müsse man wissen, mit wem man es zu tun habe. „Wir haben uns stark bemüht, eine Partnerschaft mit Facebook einzugehen“, gibt Schmidt zu. „Facebook hat einige Dinge getan, die ich bewundere.“

Neben Facebook und Google sieht Schmidt Amazon und Apple als die vier großen Konzerne mit den besten Plattformstrategien an. Gemeinsam hätten diese „Gang of Four“, dass sie den Kunden mit etwas versorgen, dass er sonst nirgendwo bekommen könne. Zwischen den vier Konzernen herrsche eine Art Hassliebe: „Wir haben Partnerschaften mit ihnen und wir konkurrieren mit ihnen“, so Schmidt. Apple beispielsweise sei im Mobile-Bereich ein Konkurrent, in den Bereichen Search und Maps gebe es jedoch Kooperationen.

Für die kommende Zeit sieht Schmidt die Herausforderung der Branche in der Entwicklung des Internets in seiner Gänze: Durch die ökonomischen Interessen könnte eine Balkanisierung, also Aufsplitting, des Internets stattfinden. Heute gebe es noch ein großes Internet, so Schmidt. Er sei jedoch „sehr besorgt, dass wir mit einem Internet pro Land enden werden“. sw
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