Ergebnisrückgang bei der RTL Group

Mittwoch, 19. September 2001

Kein Grund zur Freude bietet sich der RTL Group anlässlich der heute in London veröffentlichten Halbjahreszahlen: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) sank in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres von 321 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 235 Millionen.

RTL-Group-Chef Didier Bellens führt den Einbruch auf rückläufigen Werbemarkt sowie Sondereffekte zurück. Zu diesen gehören unter anderem die Investitionen in neue Geschäfte wie den RTL Shop und die von der RTL Group übernommene Bertelsmann-Broadband-Group, die das Ergebnis zusammen mit 16 Millionen Euro belasten. Die Restrukturierung des Produktionsgeschäfts schlug mit einem Verlust von rund 22 Millionen Euro zu Buche. Ohne diese Effekte habe das Ebita 273 Millionen Euro betragen, hieß es in London.

Gleichzeitig stieg der Umsatz der Gruppe bis zum Juni 2001 um drei Prozent auf 2 Milliarden Euro. Kerngeschäft des größten europäischen Medienunternehmens bleibt dabei das TV-Geschäft mit rund 73 Prozent Umsatzanteil. Vor allem der deutsche RTL-Sender und der französische Kanal M 6 trugen zum Umsatzzuwachs bei. Bei der Veröffentlichung der Zahlen hieß es zudem, das Ebita-Ergebnis des Gesamtjahres könnte noch schlechter ausfallen, als im Juli prognostiziert: Die Lage an den Märkten hätte sich seitdem weiter verschlechtert.
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