Elektronische Programmführer: Umsatzpotenzial steigt

Freitag, 30. Oktober 2009
Goldmedia-Chef Klaus Goldhammer
Goldmedia-Chef Klaus Goldhammer

Bis zum Jahr 2014 könnte der Umsatz, den Elektronische Programmführer (EPGs) in Westeuropa erzielen, die Milliarden-Euro-Grenze überschreiten. Mit zunehmendem Digitalisierungsgrad steigt auch die Attraktivität des Geschäftsmodells, das zahlreiche Player aufzubauen versuchen. Zu diesem Ergebnis kommt das Berliner Medienforschungsinstitut Goldmedia in der auf den Medientagen präsentierten Studie „EPGs in Europa 2014". Aktuell steht Deutschland im europaweiten Vergleich mit der Schweiz an letzter Stelle. Zwar ist der Grad der Regulierung von Elektronischen Programmführern hierzulande überdurchschnittlich hoch, die Marktdurchdringung liegt jedoch nur bei 13 Prozent. Zum Vergleich: Bei den Erstplatzierten Finnland und Großbritannien liegt der Grad bei 76 beziehungsweise 70 Prozent. Allerdings ist in Deutschland auch der Digitalisierung geringer. Derzeit empfangen nur 48 Prozent der Haushalte ihre Programme digital, weil der wichtigste Übertragungsweg Kabel noch hinterherhinkt. Bis 2014 sollen es dann 82 Prozent der Haushalte sein.

Entsprechend prognostiziert Goldmedia-Chef Klaus Goldhammer auch eine EPG-Penetration von 59 Prozent. „Deutschland wird der am schnellsten wachsende Markt in Europa sein", sagt er. Das Marktvolumen in Westeuropa könnte sich bis dahin von derzeit 156 Millionen Euro auf 451 Millionen Euro in 2014 steigern - mit allen um EPGs gestrickten Geschäftsmodellen könnte sich der Wert auf knapp eine Milliarde Euro steigern, sagt Goldhammer. pap  
Meist gelesen
stats