Einstellung von "Kerner" führt zu Entlassungen bei Spiegel TV

Montag, 24. Oktober 2011
Die Einstellung von "Kerner" kostet wohl Jobs bei Spiegel TV Infotainment
Die Einstellung von "Kerner" kostet wohl Jobs bei Spiegel TV Infotainment

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Nur wenige Tage, nachdem bekannt wurde, dass das Sat-1-Magazin "Kerner" eingestellt wird, knöpft sich Medienjournalist Stefan Niggemeier in seiner neuen "Spiegel"-Kolumne "Niggemeiers Medienlexikon" Johannes B. Kerner vor. Gar nicht witzig findet man die Kolumne vermutlich bei der Schwester Spiegel TV: Bei der Produktionsfirma verlieren durch das Aus von "Kerner" wohl weitere Mitarbeiter den Job. Bis zu drei Viertel der 40 Beschäftigten von Spiegel TV Infotainment werden wohl ihren Arbeitsplatz verlieren, berichtet das "Hamburger Abendblatt" in seiner Kolumne "Medienmacher". Es ist der jüngste von mehreren Rückschlägen für die Produktionsfirma: Ende vergangenen Jahres musste Spiegel TV 40 Mitarbeitern kündigen, nachdem man verschiedenen Sendeplätze und Produktionsaufträge verloren hatte, darunter die "Vox Nachrichten". Die Einstellung der "Oliver Pocher Show" kostete weitere zwölf Mitarbeiter den Job.

Gleichwohl nimmt Stefan Niggemeier, seit Oktober für den "Spiegel" tätig, in seiner neuen Kolumne Johannes B. Kerner auf's Korn, allerdings nicht ohne darauf hinzuweisen, dass "Kerner" von einer Spiegel-TV-Tochter produziert wird. Unter "Kernern" verstehe man "das Produzieren von Glitschigkeit in Interviews durch permanente Selbstdistanzierung, übertriebenen Gebrauch von Floskeln sowie demonstrative Unterwürfigkeit bis an die Grenze der Arroganz". Außerdem: "aus einem seltenen Moment der Selbsterkenntnis Konsequenzen ziehen, auch: den Kerner machen". dh
Meist gelesen
stats