Einbruch auf dem PC-Markt: Windows-8-Kampagne zündet nicht

Donnerstag, 11. April 2013
Die Benutzeroberfläche von Windows 8 (Quelle: Screenshot)
Die Benutzeroberfläche von Windows 8 (Quelle: Screenshot)

Der PC-Markt erlebt schwere Zeiten: Laut den Analysten der Firma IDC sind die Auslieferungen von Notebooks und Desktops von Januar bis März um beinahe 14 Prozent auf 76,3 Millionen Geräte gefallen. Dabei hatte die Branche große Hoffnungen in den Launch von Windows 8 im vierten Quartal 2012 gesetzt - offenbar vergebens. Die Analysten halten es sogar für möglich, dass das mit einem
Rekord-Marketingetat eingeführte Betriebssystem den Rückgang noch zusätzlich beschleunigt hat.
"Es scheint klar, dass die Veröffentlichung von Windows 8 nicht nur dahingehend gescheitert ist, den PC-Markt anzukurbeln", wird IDC-Analyst Bob O'Donnell von der Nachrichtenagentur dpa zitiert. "Es scheint sogar, dass der Markt abgebremst wurde." Den starken Rückgang der Auslieferungen von Notebooks und Dektop-PCs aber ausschließlich auf den Fehlstart von Windows 8 zurückzuführen, scheint angesichts der großen Konkurrenz durch Smartphones und Tablets übertrieben. Zudem weisen die ebenfalls einbrechenden Absatzzahlen der Mac-Produkte von Apple darauf hin, dass der Gerätemarkt vor einem grundsätzlichen strukturellen Wandel steht. Das mindert allerdings nicht die unternehmerische Herausforderung für Microsoft. In den heute entscheidenden Hardwaresegmenten Tablet und Smartphone spielt das Unternehmen mit seinem Betriebssystem nur die Außenseiterrolle.

Microsoft hatte deshalb im Oktober 2012 mit Windows 8 sein neustes Betriebssystem auf den Markt gebracht und die gewohnte Benutzeroberfläche dabei radikal verändert. Den Produktlaunch begleitet der Konzern aus dem US-amerikanischen Redmond seitdem mit einer weltweiten Marketingoffensive, die von der Kreativschmiede Crispin, Porter and Bogusky entwickelt wurde. In Deutschland ist die Münchner Niederlassung der Agentur Wunderman für die Adaption der TV-Spots und Anzeigen zuständig. Insgesamt soll sich der weltweite Etat der Kampagne auf etwa 1,6 Milliarden US-Dollar belaufen. fam
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