"Ein Meilenstein": AGMA ergänzt Intermedia-Datei um Online-Daten

Donnerstag, 16. Mai 2013
Die AG.MA spricht von einem "wichtigen Meilenstein"
Die AG.MA spricht von einem "wichtigen Meilenstein"


Ein Projekt, das Werbungtreibende, Agenturen und die Vertreter der verschiedenen Mediengattungen seit Jahren gleichermaßen beschäftigt, scheint nun den Durchbruch geschafft zu haben: die Intregation von Online in die sogenannte Intermedia-Datei der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AGMA). Ab 2014 sollen die erweiterten crossmedialen Nutzerdaten, die bisher bereits Werte aus Tageszeitungen, Publikumszeitschriften, TV, Hörfunk und Plakat vergleichbar machen, zur Verfügung stehen.
Als Wegbereiter für die MA Intermedia gilt der Hub-Survey, in den der Arbeitsausschuss der AGMA nun einen Millionenbetrag investieren will. 5000 Befragte werden dafür mit einem Smartphone ausgestattet, mit dem sie zwei Wochen lang ihre Mediennutzung im Tagesablauf protokollieren. Stündlich erfassen die Teilnehmer so, welche Medien sie in den letzten vier Viertelstunden genutzt haben. In einer Befragung im Vorfeld wird eine jeweils auf den Nutzer vorkonfigurierte Eingabemaske mit individuellen Medienlisten erstellt.

Neue Dimensionen für die Mediaplanung sieht Uwe Becker
Neue Dimensionen für die Mediaplanung sieht Uwe Becker
Neben dem Hub-Survey fließen zudem die um die Online-Nutzung ergänzten Ergebnisse von zwei weiteren Untersuchungen, die des Händler-Modells und der Client-Rekrutierung, in den neuen crossmedialen Datenbestand ein. "Mit der neuen MA Intermedia ist uns ein großer Schritt gelungen", sagt Uwe Becker, Vorstand Werbungtreibende der Agma. Sie mache die Nutzungszusammenhänge transparenter und eröffne neue Dimensionen für die Mediaplanung.

Applaus gibt es auch direkt. Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) und die Organisation Mediaagenturen im GWA (OMG) sprechen von einem "wichtigen Meilenstein für eine marktgerechte allgemeingültige Intermedia-Währung". Vor allem die Ausweisung crossmedialer Überschneidungen über alle Gattungen und Plattformen hinweg sei in der strategischen Mediaplanung von zentraler Bedeutung.

Die MA Intermedia gibt es bereits seit den 80er Jahren. Bislang ermöglicht sie Vergleiche von Radio, Pressemedien, TV sowie seit 2008 auch von Plakat. Über die Integration der Online-Nutzung diskutieren Branchenvertreter schon seit Jahren. Vor allem die richtige Methodik und die damit zusammenhängenden Kosten waren die Problemfelder, weshalb Vertreter von Tageszeitungen und Publikumszeitschriften die Fortführung der Studien lange blockiert hatten. kl
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