Ein Hassobjekt stirbt: Aus GEZ wird AZDB

Freitag, 01. Juni 2012
Die Gebühreneinzugszentrale ist bald Geschichte
Die Gebühreneinzugszentrale ist bald Geschichte

Die GEZ gehört wohl zu den meist gehassten Institutionen in Deutschland. Allein die Tatsache, dass selbst dann noch eine Anzeige der Gebühreneinzugszentrale bei Google auftaucht, wenn man die Wörter GEZ und Hass in die Suchmaschine eingibt (und damit 309.000 Treffer erzielt), spricht Bände. Doch bald ist Schluss damit, denn aus der GEZ wird nun der "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice". Ein Name, über den im Netz schon kräftig gescherzt wird: Spiegel Online bemängelt, dass die Abkürzung ARDZDFDRB unpraktisch sei und plädiert stattdessen für TAFKAG - The Anstalt formerly known as GEZ. Und die taz fragt: "Wie soll man sich lustig machen über ein 'AZDB'? Wir erwarten neue Namensvorschläge." Und auf Twitter wird über den "Service"-Teil im Namen gelästert.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dapd erklärte Hans W. Färber, WDR-Verwaltungsdirektor und Vorsitzender des Verwaltungsrats der GEZ, dass eine Umbenennung aufgrund des Wechsels von der Gebühr hin zum Beitrag notwendig geworden sei. Statt der Rundfunkgebühren, die aktuell noch von der GEZ eingezogen werden, wird ab 2013 der Rundfunkbeitrag fällig. Dieser beträgt ebenfalls 17,98 Euro pro Monat und wird pro Haushalt erhoben. sw
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