Ehemaliger MDR-Intendant Udo Reiter verteidigt Haushaltsabgabe

Mittwoch, 20. Februar 2013
Udo Reiter war bis 2011 Intendant des MDR
Udo Reiter war bis 2011 Intendant des MDR

Udo Reiter, bis 2011 Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks MDR, hat die neue Haushaltsabgabe verteidigt. Sie sei gerechter als die alte GEZ-Gebühr. Außerdem unterstrich er die Notwendigkeit für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, im Internet präsent zu sein. "Dass private Verleger im Netz Geld verdienen wollen und sich über die öffentlich-rechtliche Konkurrenz ärgern, kann ich ja verstehen", sagte der 68-Jährige in einem Interview mit der Zeitschrift "Super Illu". "Aber eines ist auch klar: Entweder die öffentlich-rechtlichen Sender gehen online, oder sie gehen unter. Natürlich müssen sie in den neuen Medien präsent sein."

Außerdem wies Reiter die Kritik an der von ihm mitentwickelten neuen Haushaltsabgabe zurück: "Die alte GEZ-Gebühr war zuletzt immer widersinniger. Einzelne Empfangsgeräte mit Gebühren zu belegen, in einer Zeit, in der jeder Computer, jedes Handy, TV empfangen kann, geht nicht. Der neue Beitrag ist gerechter."

Reiter, 68, war von 1991 bis 2011 Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks. Ende 2011 zog er sich nach einer Reihe von Skandalen bei der ostdeutschen Dreiländeranstalt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Amt zurück. dh
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