Eco-Verband: Deutschland hinkt beim E-Commerce hinterher

Dienstag, 22. Juni 1999

Deutschland liegt beim elektronischen Handel im internationalen Vergleich im unteren Mittelfeld. Zu diesem Ergebnis gelangt eine neue Marktuntersuchung des Kölner Verbands der deutschen Internet-Wirtschaft, Eco Electronic Commerce Forum, in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission. Demnach verfügen nur 7 Prozent aller Privathaushalte in Deutschland über einen Internet-Zugang. Das liege unter dem europäischen Standard von 8,3 Prozent. An der Spitze befindet sich laut Eco/EU-Studie Skandinavien: 39 Prozent der Privathaushalte in Schweden, 25 Prozent in Dänemark, 20 Prozent in den Niederlanden und 17 Prozent in Finnland nutzen das Internet regelmäßig. Aber auch Luxemburg (14 Prozent), Großbritannien (11 Prozent), Irland (8 Prozent) und Belgien (ebenfalls 8 Prozent) liegen auf der europäischen Rangskala des E-Commerce vor Deutschland. Insgesamt nehme die Internet-Verbreitung in Europa laut Untersuchung drastisch zu. In den letzten zwölf Monaten hat sich der Anteil der Privathaushalte, die an das globale Datennetz angeschlossen sind, beinahe verdoppelt auf 8,3 Prozent (1997: 4,4 Prozent) aller Haushalte. Im Geschäftsleben liegen die Zahlen höher: 13 Prozent aller Europäer nutzen das Internet für die Arbeit. Dennoch hätten immer noch 68 Prozent der Privathaushalte in Europa kein Interesse am Internet. "Das Internet wächst kräftig, ist aber noch lange vom Massenmarkt entfernt", so Eco-Chef Harald A. Summa.
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