Ebeling beschwichtigt Aktionäre von Pro Sieben Sat 1 und will Events ausbauen

Donnerstag, 04. Juni 2009
Thomas Ebeling will eine Eventsparte aufbauen
Thomas Ebeling will eine Eventsparte aufbauen

Der seit März amtierende Vorstandsvorsitzende von Pro Sieben Sat 1, Thomas Ebeling, will den Umsatz mit neuen Geschäftsfeldern steigern. Auf der Hauptversammlung in München kündigte Ebeling die Gründung einer Sparte für Live-Entertainment an. Die Tochter soll Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Show, Comedy und Musik organisieren. Doch die damit zu erzielenden Gelder dürften fürs erste nur einige Tropfen auf dem heißen Stein sein. Der Konzern ächzt unter einer 3,5 Milliarden Euro schweren Schuldenlast (Stand 31. März 2009), die ihn angesichts des derzeit schwierigen Werbemarktes deutlich drückt. Pro Sieben Sat 1 muss ein bestimmtes Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und konsolidiertem Ebitda und Ebitda einhalten, damit die Kredite von den Banken nicht vorzeitig fällig gestellt werden.

Entsprechend bemüht sich Ebeling um Beschwichtigung von Aktionären und Marktbeobachtern. In Bezug auf die Verschuldung sagte er laut Medienberichten "Das ist sicher kein Ruhekissen, aber sie ist auch kein Anlass für schlaflose Nächte." Ende März habe das Unternehmen über eine halbe Milliarde Euro an liquiden Mitteln verfügt. "Ich gehe davon aus, dass wir unsere Kreditverpflichtungen weiter erfüllen werden."

Der Medienkonzern in Unterföhring gehört zum Großteil den Finanzinvestoren KKR und Permira. Bereits am Montag hatte Permira-Chef und Aufsichtsratsvorsitzender Götz Mäuser bekräftigt weiter an dem Konzern festhalten zu wollen: "Aktuell steht ein Ausstieg nicht zur Debatte", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". pap
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