Ebay verkauft Skype

Dienstag, 01. September 2009
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Jetzt ist es amtlich: Ebay stößt seine Internet-Telefontochter Skype ab. Käufer ist eine von Silver Lake angeführte Gruppe von Finanzinvestoren, zu der auch Netscape-Gründer Marc Andreessen gehört. Damit ist die Skype-Übernahme durch den Suchriesen Google, der zuletzt ebenfalls als Käufer gehandelt wurde, endgültig vom Tisch. Ebay-CEO John Donahoe begründet die Trennung von Skype mit der unterschiedlichen strategischen Ausrichtung der Unternehmen. "Skype ist für sich allein ein gutes Geschäftsmodell, aber es gibt keine Synergien mit unserem E-Commerce-Geschäft", so Donahoe. Ebay bleibt eigenen Angaben zufolge mit 35 Prozent an Skype beteiligt. Für die veräußerten 65 Prozent der Anteile an Skype erhält das Online-Auktionshaus etwa 1,3 Milliarden Euro.

Das Unternehmen, das unter anderem kostenlose Telefonate über das Internet anbietet, soll in diesem Jahr mit seinen 405 Millionen Kunden mehr als 600 Millionen Dollar umsetzen. Im Jahr 2008 waren die Umsätze von Skype um 44 Prozent auf 551 Millionen US-Dollar angestiegen.

Ebay hatte den Web-Telefondienst im September 2005 für circa 3 Milliarden US-Dollar gekauft. Im April diesen Jahres hatte Ebay bereits Pläne verkündet, Skype aus dem Unternehmen auszulagern. Der ursprüngliche Plan sah vor, die Trennung über einen Börsengang im Jahr 2010 zu vollziehen. mas
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