Ebay gibt Kleinanzeigenmarke Kijiji auf

Mittwoch, 09. September 2009
Ebay hofft auf satte Umsatzzuwächse im Kleinanzeigenmarkt
Ebay hofft auf satte Umsatzzuwächse im Kleinanzeigenmarkt

Der Onlinemarktplatz Ebay gibt seine Marke Kijiji auf. Wie das Auktionsportal mitteilt, startet es stattdessen die Internetplatttform www.ebay-kleinanzeigen.de. Wie auf Kijiji sollen die Kleinanzeigen auf der neuen Plattform kostenlos angeboten werden. Finanzieren soll sich das Ganze durch Werbung. "Wir haben das Ziel, dass Ebay Kleinanzeigen in Deutschland schon bald zum Synonym für den Online-Kleinanzeigenhandel wird", sagt Jacob Aqraou, Geschäftsführer der internationalen Ebay Classifieds Group. Der Manager rechnet damit, dass sich das Geschäft mit Kleinanzeigen in Deutschland in den kommenden Jahren verfünffachen wird.

Dass Ebay die mühsam gelaunchte Marke, die zuletzt auf über 100 Millionen Seitenaufrufe und 8 Millionen Besucher im Monat kam, nun aufgibt, kommt trotzdem überraschend, unterhält das Unternehmen doch auch noch die Autoseite Mobile.de. Vermutlich passt der sperrige Name nicht mehr zur aktuellen Konzernstrategie: Weil das Geschäft mit Onlineauktionen zusehends lahmt, will Ebay sich umpositionieren und weg vom Auktionsimage.

Gegenüber Manager-Magazin.de begründet Aqraou die Umbenennung folgendermaßen: "Wir haben versucht, eine sehr freie Anzeigenpolitik zu betreiben, mussten aber feststellen, dass die Kunden eine Seite mit mehr Beaufsichtigung und Kontrolle bevorzugen - also eine Art Ebay-Erfahrung, die für Sicherheit steht auch bei Kleinanzeigen wollen", sagt der Manager dem Portal. pap
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