EU-Wettbewerbskommissar Monti hat Einwände gegen Übernahme von Telepiu durch Murdoch

Donnerstag, 13. Februar 2003

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat kartellrechtliche Bedenken gegen die Übernahme des italienischen Pay-TV-Senders Telepiu durch die News Corporation von Rupert Murdoch. Mit der Übernahme von Telepiu von Vivendi Universal und der geplanten Fusion mit dem Pay-TV-Kanal Stream würde Murdoch zur beherrschenden Figur des italienischen Pay-TV-Markts. Brüssel verlangt von Murdoch daher geeignete Maßnahmen zur Wahrung der Wettbewerbsfreiheit, bevor der 893-Millionen-Dollar-Deal genehmigt wird. Murdoch hatte bereits Zugeständnisse bei der Programmierung, bei den Senderechten und bei den Lieferbedingungen für die Decoder gemacht.

Die Konkurrenz auf dem italienischen Markt will aber weitergehende Garantien, dass sich Murdoch seine Alleinstellung nicht zunutze macht, um Wettbewerber vom Markt zu verdrängen. Sie verlangen, dass die Laufzeiten von Lieferverträgen nicht verkürzt und die Höhe der Zahlungen an Programm- und Filmlieferanten nicht reduziert werden. Trotz des Einspruchs aus Brüssel wird erwartet, dass die Verträge zur Übernahme von Telepiu bis Mitte April unterzeichnet werden.
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