EU-Ministerrat will Product Placement verbieten

Dienstag, 14. November 2006

Die Kulturminister der Europäischen Union haben sich für ein generelles Schleichwerbeverbot im Fernsehen ausgesprochen. Ausnahmen sollen nur in bestimmten Sendungen wie Filmen, TV-Serien, Sportsendungen und leichter Unterhaltung erlaubt bleiben. Auf dieser Basis wollen die Minister mit dem Europäischen Parlament verhandeln, dessen Rat bei der Entscheidung berücksichtigt werden muss. Ein endgültiges Ergebnis wird nicht vor Ende des Jahres erwartet. Die Neuregelung zum Product Placement ist Teil der Reform der EU-Fernsehrichtlinie. In der ursprünglichen Initiative hatte die Kommission vorgesehen, Schleichwerbung prinzipiell zuzulassen. Deutschland hatte sich für ein striktes Verbot eingesetzt.

Die Umsetzung der endgültigen Richtlinie ist an das Herkunftslandprinzip gebunden, das heißt: Fernsehveranstalter müssen sich an die Regeln des Landes halten, in dem sie ansässig sind. stu

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