EU-Kommissar Almunia: "Google findet unser besonderes Interesse"

Montag, 03. Juni 2013
Almunia prüft seit drei Jahren Google
Almunia prüft seit drei Jahren Google
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Joaquín Almunia Google EU Focus Deutschland


EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia rechtfertigt sich für die seit drei Jahren andauernde Prüfung von Google. Eben erst hat die Kommission die Frist verlängert, während der sie Angebote prüfen will, die der Internetkonzern gemacht hat, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Institution auszuräumen. "Wir halten uns an die normale Prozedur", sagt Almunia dem "Focus". Wenn die Kommission ihre Prüfung abgeschlossen hat, werde sie "Google wahrscheinlich bitten, seine Vorschläge zu verbessern", so der Wettbewerbskommissar gegenüber "Focus". "Ich hoffe, dass wir den Fall bis zum Ende des Jahres abschließen können." Dass die Prüfung so lange dauere sei keine Sonderbehandlung. Das Verfahren ziehe nur besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. "Wir sind fest entschlossen, die Probleme zu beheben, die wir im Suchmaschinenmarkt festgestellt haben", sagt er. ZZ#Google kommt auf einen Marktanteil von 90 Prozent, in Deutschland liegt dieser noch höher. "Ein Marktteilnehmer mit soviel Gewicht findet natürlich unser besonderes Interesse", so Almunia. Der Marktanteil an sich bereitet der Kommission jedoch keine Sorgen. "Der kann wohlverdient sein. Es geht darum ob die Marktposition missbraucht wird", sagt Almunia. Grund für das Einschreiten der Kommission sind Beschwerden von Konkurrenten. pap
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